Neurowissenschaftler erklärt »Liebessignale« für das iPhone

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Ein Wissenschaftler untersuchte die Gehirnströme von Apple-Liebhabern. Erstaunlich: Nicht die Gehirnareale für Sucht, sondern die für Liebe seien bei ihnen aktiv.

Auf der Veranstaltung »Nerd Nite«, die Programmierer Patrick Gruban aus dem Ursprungsort Boston  nach München »importierte«, werden regelmäßig abseitige Thermen in Vorträgen  vorgestellt. Diesmal hielt Stefan Kröger einen Vortrag über die »Gehirnwäsche der iPhone-Nutzer« und griff dabei auf Material des Marketing-Experten Martin Lindstrom zurück. Der hatte Neurowissenschaftler damit beauftraggt, die Wirkung von iPhones auf das Gehirn zu prüfen. Die Ergebnisse wurden bereits Ende September in der New York Times ausführlich vorgestellt.

Die Kurzversion: Lindstrom ist Experte für die Wirkung von Marken – und versuchte, mit Hilfe von Computertomografien auszumachen, was die Apple-Jünger antreibt. Die »funktionale Magnetresonanztomografie« wurde bei der Nennung von Marken wie Harley-Davidson und Apple sowie bei religiösen Bilden durchgeführt.

Nicht nur Erwachsenen, sondern auch Babies habe man technische Geräte wie iPhone und Blackberry in die Hand gegeben. Erstaunliches Ergebnis: Alle hatten eher die Gehirnströme wie bei Liebe und bei ritualisierten religiösen Erlebnissen aufgezeigt, nicht so sehr die erwarteten Sucht-Symptome. Der Branchenspott »Jesusphone« trifft also tatsächlich in gewisser Weise zu.

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