Sony will offenbar Ericsson auszahlen

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Die Handymarke Sony Ericsson könnte womöglich schon bald Geschichte sein, denn die Japaner planen augenscheinlich einen Buyout des Joint-Ventures. Dann gäbe es künftig nur noch Sony-Handys.

Sony will offenbar mehr Kontrolle über das Smartphone-Business, um auf das Erfolgsrezept von Apple einschwenken zu können. Daher plane man, den 50-Prozent-Anteil der Schweden zu übernehmen. Das zumindest behaupteten gestern Abend Insider, die das Wirtschaftsblatt Wall Street Journal informierten.

Laut dem WSJ-Bericht könnten für die Hälfte des Joint-Ventures um die 1,7 Milliarden Dollar an Ericsson fließen. Das wäre laut den Wirtschaftsjournalisten der aktuelle halbe Marktwert des Unternehmens. Fragt sich noch wie die Mobil-Patente von Ericsson bewertet werden.

Sonys CEO Sir Howard Stringer will den Deal angeblich so schnell wie möglich realisieren, um die volle Kontrolle über Hard- und Software der Mobiltelefone zu gewinnen. Dann wäre auch endlich ein PlayStation-Phone machbar. Das Xperia Play (Bild) war nur ein Kompromiss mit den Skandinaviern.

Offizielle Kommentare oder Statements zu dem Trennungsvorhaben gab es bislang von keinen der Beteiligten. Nur ein Indiz: Sony Ericssons CEO Bert Nordberg merkte vor gut einer Woche an, dass seine Firma näher an Sony als an Ericsson dran sei. Das Hauptgeschäft der Schweden ist die Netzwerk-Infrastruktur, während Sony sich ebenfalls mit dem Endkunden beschäftigt. Dem mobilen Betriebssystem Android wolle Sony angeblich treu bleiben.