Internet-Verband beschimpft Schleswig-Holsteins Datenschützer

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Eco fordert vom ULD, »vernünftig« zu werden und seinen »einsamen Kampf gegen Unternehmen und Facebook-Nutzer« aufzugeben.

Dr. Thilo Weichert, Chef des Schleswig-Holsteinischen Datenschutzzentrums, hatte vor einiger Zeit den Kampf mit Facebook aufgenommen und verkündet, der Like-Button verstoße gegen das Datenschutz-Recht. Die Kritik des Industrieverbandes BVDW  hatte nicht gefruchtet: Das ULD hielt seine Drohung, Webseitenbetreiber abzumahnen, aufrecht.

Nun schaltet sich auch noch der Verband der deutschen Internet-Industrie eco ein und bemängelt öffentlich in Aussendungen an die Presse, der ULD-Chef solle sich von seinen Abmahnungsbemühungen abwenden: »Dr. Weicherts Kampf gegen Unternehmen und die Bevormundung von Internetnutzern ist sinnlos und gefährlich. Nach außen entsteht der Eindruck, dass Datenschützer die Kommunikation ins 20. Jahrhundert zurückführen wollen«, ärgert sich eco-Vorstand Oliver Süme öffentlich.

Süme ist beim eco zuständig für Recht, Regulierung und Politik und meint, die Datenschützer seien doch zuständig für einen konstruktiven Dialog und ihre Aufgabe bestehe »nicht darin, eine Branche abzustrafen«.

Mitte September schon hatte eco die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, in der klargestellt wird, dass 92 Prozent der Unternehmen den Datenschutz als besonders wichtig erachten.

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