Red Hat kauft sich Cloud-Spezialist Gluster

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Sein verteiltes Datensystem für besser skalierbare Storage-Lösungen hat Gluster in der Branche bekannt gemacht. Das war dem Linux-Anbieter Red Hat immerhin 136 Millionen Dollar wert.

Um große Datenmengen (Big Data) in der Cloud besser zu bewältigen und unter Kontrolle zu haben, legte sich Red Hat die Firma Gluster mit ihrer entsprechenden Technologie zu. Der Entwickler von Steuerungssoftware für Storage-Plattformen soll möglichst bald den Red-Hat-Kunden helfen, mit großen Datenvolumina umzugehen – in der Cloud und auch jenseits davon. Die Schwierigkeit dabei bestünde in der wachsenden Menge von unstrukturierten Daten im Bestand der Unternehmen. Jene müssten daher neue Wege und Methoden finden, mit dieser Entwicklung fertig zu werden, denn ständig nur die Storage-Kapazitäten zu erweitern, sei unpraktisch und kostspielig.

Glusters Technologie lässt die IT-Admins eine große Zahl von Speicher- und Computerlösungen in einem zentral verwalteten und global erreichbaren Storage-Pool vereinen. Dabei gebe es zudem die Option, Storage in eine öffentliche oder private Cloud zu verschieben. Es seien auch Mixturen möglich, was dann eine hybride Umgebung ergibt.

Das Open-Source-Dateisystem GlusterFS bildet den Kern der Storage-Produkte des Hauses. Es sei in der Lage, verteilte Datenmengen bis rauf in den Bereich von mehreren Petabytes zu identifizieren. Laut Ankündigung von Red Hat werde es Open Source bleiben und der Gluster-Community weiter zur Verfügung stehen, damit sie ihre Entwicklungen damit fortführen können. In den kommenden Monaten will der Linux-Spezialist die Technologien und Produkte in seine eigene Produktfamilie eingliedern und den Service im Abomodell anbieten. Zu den bisherigen Kunden von Gluster gehören übrigens unter anderem Deutsche Bank, Samsung, Autodesk, BAE Systems und Barnes & Noble.