Google scheint endlich Chrome für Android aufzulegen

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Welches ist der eine Google-Dienst, der sich bislang vom eigenen mobilen Betriebssystem fernhielt? Der hauseigene Browser. Warum, versteht eigentlich niemand, denn die Chrome-Funktionalität wurde schmerzlich unter Android vermisst.

Nun gibt es zumindest in der Online-Gerüchteküche erste Zeichen, dass die Android-Gemeinde darauf hoffen darf, in naher Zukunft eine mobile Chrome-Adaption zu erhalten. Bei dem derzeit wachsendem Zuspruch für den Browser (wir berichteten) wäre das auch nur mehr als logisch, denn für Google wäre es untypisch, hauseigene Chancen so völlig zu ignorieren. Schließlich gibt es schon Varianten für Windows, Mac OS X und Linux.

Laut den Hinweisen eines Chromium-Blogs werde der Code im Entwicklerlabor bereits unter Android getestet. Chromium ist ein Open-Source-Projekt, das Google für seinen Chrome-Browser angezapft hatte. Neue Funktionalität findet daher seinen Weg zurück in diesen Ursprungspool und kann für künftige Browser-Varianten genutzt werden. Im Augenblick nutzt Android noch einen WebKit-Browser, der sich ebenfalls ein paar Chrome-Gene ausgeliehen hatte. Doch der ist in seiner Ausgestaltung sehr proprietär und weit vom Open-Source-Chromium entfernt.

WebKit fehlen wichtige Chrome-Features wie das Tab-Browsing mit separaten Fenstern. Wichtige Plug-Ins wie sie der Android-Konkurrenzbrowser Dolphin HD vorweisen kann, fehlen ebenfalls. Daher wäre es nur logisch, wenn Google nun mit einem verbesserten Mobil-Chrome nachziehen würde. Die Gerüchteküche glaubt sogar, dass es noch im Oktober so weit sein könnte, da nun erste Smartphone-Modelle mit der neuen Android-Ausbaustufe Ice Cream Sandwich auf den Markt kommen.