Larry Ellison heizt Kampf mit HP an

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Man habe selbst den britischen Softwareriesen Autonomy gekauft, doch HP habe es Oracle wieder mit einem überzogenen Preis abgeluchst, lästert der Oracle-Chef.

Larry Ellison Oracle 75pxLarry Ellison schimpft wieder einmal so lautstark über die HP-Konkurrenz, dass es dem Wall Street Journal einen längeren Bericht wert ist:  Ellison rühre im Heizkessel des lange laufenden Streites. Die Softwarefirma Autonomy, die HP übernehmen will, sei nur für einen überhöhten Preis gekauft worden, weil es zuvor ein Angebot des Rivalen Oracle gegeben habe.

Man hätte Autonomy eigentlich schon gekauft, sagt Larry Ellison. Autonomy-Cheg Mike Lynch sagt dagegen, Autonomy sollte nie an Oracle verkauft werden, es habe nicht einmal Veraufsgespräche gegeben.  Die Diskussion sei über Tage hinweg gelaufen wie in einem Fechtduell, beschreibt das Wall Street Journal den Kampf.

Am Mitttwoch veröffentlichte Oracle eine Pressemitteilung, in der man Lynch vorwarf, er hätt entweder ein schlechtes Gedächtnis oder würde lügen. Autonomy habe am Donnerstag schließlich geantwortet, dass Oracle »doch ein bisschen durcheinander« sei.

Es habe ein Gespräch über Datenbanken im April gegeben, legt Lynch nun nach, doch Autonomy sei zu diesem Zeitpunkt nicht zum Verkauf gestanden. Zum Schluss schließlich berichtet Oracle wieder über »Another Whopper from Autonomy CEO Mike Lynch«: +Man habe sehr wohl über Finanzen und Kauf geredet.

Oracle und HP sind direkte Konkurrenten – und Feinde, seit Oracle Sun gekauft hat und den ehemaligen HP-Chef Mark Hurd als President installierte. Hurd war zuvor unsanft von HP entfernt worden.

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