MobileTabletTestsTests Mobile

Ausprobiert: Lenovo ThinkPad Tablet

0 0 1 Kommentar

Das neue Lenovo ThinkPad Tablet ist eine Business-Alternative zum iPad. Das Gerät bietet Funktionen zum Device-Management, Anschlüsse wie USB 2.0 sowie einen optionalen Stylus und läuft unter Android »Honeycomb«.

IT-Manager, die es sich leisten können, ein Tablet zu empfehlen und nicht akzeptieren müssen, was die Anwender mitbringen, tun gut daran, das ThinkPad Tablet in Betracht zu ziehen. Neben zusätzlicher Hard- und Software erlaubt es Lenovo Firmenkunden, einen privaten App Store einzurichten, in dem sich die Mitarbeiter mit freigegebener Software eindecken können. Das getestete ThinkPad Tablet ist in puncto Leistungsfähigkeit ein ebenbürtiger Konkurrent zum weit verbreiteten Apple iPad 2.

Lange Akkulaufzeit

Das ThinkPad Tablet ist etwas größer und etwas schwerer als das iPad 2. Die Akkulaufzeit ist den Spezifikationen nach 90 Minuten kürzer als die des Apple-Geräts. Dennoch funktionierte das Lenovo ThinkPad Tablet den ganzen Tag über mit WLAN ohne Nachladen. Das ThinkPad kann man auch mit einem Ständer samt Tastatur verwendet werden.

Das Lenovo ThinkPad Tablet wurde im Sommer 2011 vorgestellt und wird mit 16, 32 oder 64 GByte RAM und mit UMTS-Modul angeboten. Auch eine günstige WLAN-Version ohne UMTS und mit 16 GByte ist zu haben. Die UMTS-Variante kostet je nach Speicherausbau im deutschen Onlinehandel rund 500 Euro (16 GByte), 590 Euro (32 GByte) und 670 Euro (64 GByte) jeweils zzgl. Versand.

Optionale Stiftbedienung

Eine der auffälligsten Unterschiede zwischen dem ThinkPad Tablet und den meisten anderen Tablets, die es derzeit gibt, ist der optionale Stylus für rund 50 Euro. Auch wenn der Stift beim Benutzen den Blick auf die gesamte Tablet-Oberfläche behindert, ließ sich damit leicht arbeiten. Der Stylus ermöglicht präzises Zeichnen oder das Markieren eines Bildschirmbereichs, was mit dem Finger deutlich schwerer wäre.

Die beigelegte Software Notes Mobile kann Handschriften erkennen und in editierbaren Text umwandeln. Das gelang im Test fast ohne Verzögerung. Wenn der Stylus auf dem Display mit Gorilla-Glas verwendet wird, hört man ein unangenehmes Klackern. Das wird man allerdings nur merken, wenn man in leisen Meetings sitzt. Die Geräuschentwicklung ist nicht höher als beim Tippen auf einer Tastatur.

Neben dem Stylus ist das Lenovo ThinkPad Tablet mit einigen Anschlüssen ausgestattet, die dem Unternehmenskunden gefallen dürften. Dazu gehört ein normal großer USB 2.0-Anschluss, ein MicroUSB-Anschluss, ein Mini-HDMI-Ausgang sowie ein SD-Kartenleser. Die USB File Copy-Anwendung funktionierte wie erwartet beim Kopieren von Dateien von und auf das ThinkPad Tablet.

Die Fertigungsqualität des Tablets entspricht der, die man von ThinkPad Notebooks kennt. Das Gorilla Glass-Display schützt vor normalen Kratzern. Die Abdeckungen der externen Ports lassen sich leicht öffnen. Der eingebaute Monolautsprecher erlaubt nur eingeschränkten Hörgenuss. Der Kopfhörerausgang hinterließ hingegen mit dem passenden Kopfhörer einen sehr guten Höreindruck.

Das Lenovo ThinkPad Tablet ist mit einem Nvidia Tegra 2 Dual-Core-Prozessor von ARM ausgestattet, der eine Taktfrequenz von 1 GHz erreicht. Das Tablet wacht aus dem Schlafmodus praktisch verzögerungslos auf. Die Reaktionsgeschwindigkeit der Apps und der Oberfläche ist sehr hoch. Beim Test der Notes Mobile-App kam es beim Bildschirmblättern zwar einmal zu einer Verzögerung, doch das ließ sich nachträglich nicht mehr reproduzieren.

Unternehmensfunktionen

Auf dem Lenovo ThinkPad Tablet sind einige Unternehmens-Apps vorinstalliert, doch darunter ist viel Bloatware. Die “kostenlosen” Apps entpuppten sich größtenteils als Trial-Anwendungen. Die PrinterShare-App druckt z.B. nur 20 Seiten aus, danach muss der Anwender sie kaufen. Diese Anwendung lässt sich zwar in wenigen Minuten in Betrieb nehmen, aber IT-Manager werden zunächst einmal die Druckertreiber für die Anwender heraussuchen müssen, damit sie arbeiten können. Die beigelegte Docs To Go-App, mit der Dateien von Microsoft Word, Excel und PowerPoint bearbeitet werden können, ist ebenfalls eine Trial-Version.

Mit Hilfe des Citrix Receiver können Unternehmen, die XenApp und XenDesktop einsetzen, den Anwendern ihren Desktop auf das Tablet holen.

Einige Anwendungen sind Vollversionen, aber sie nutzen nur Unternehmen, die bereits bestimmte Enterprise-Software einsetzen. Über die LANDesk Endpoint-Management-Software ThinkManagement Console kann das Tablet zum Beispiel fernkonfiguriert werden.


Bildergalerie Lenovo Thinkpad Tablet

  1. Eine Business-Alternative zum /iPad/?

    Was bringt denn das iPad out-of-the-box mit, was einem im Geschäftsalltag nützlich sein könnte?

    Vielleicht die platzsparend weggelassenen Anschluss-/Erweiterungsmöglichkeiten und die benutzerfreundliche Integration mittels Apple-Softwarezwang?

    Im mindesten fragwürdig, diese Formulierung.

    Schönen Gruß

    Flo