Nokia kürzt weitere 3500 Stellen

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Vor Jahren hatte Nokia sein Werk in Bochum geschlossen und die Handy-Herstellung großteils nach Rumänien verfrachtet. Die Fabrik in Osteuropa wird nun ebenfalls geschlossen, berichtet Reuters.

Der frühere Microsoft-Mann Stephen Elop, der nun den finnischen Mobiltelefonproduzenten führt, steht auch hinter dem zweiten großen Schnitt in Nokias Restrukturierungs-Offensive innerhalb eines halben Jahres. Diesmal sind vor allem die billigen Arbeitskräfte in Rumänien betroffen; die Kosten für die 2200 Mitarbeiter waren Nokia dann doch zu teuer.

Am heutigen Donnerstag, den 29.09.2011, gab Elop seine Streichungspläne bekannt. Neben der Fabrikschließung in Rumänien steht auch eine größere Investition  bei Nokia Siemens Networks an (beide Partner des Joint Venture schießen je 500 Millionen Euro nach und NSN bekommt einen neuen Chef).  Der ehemalige Lego-CFO Jesper Ovesen hatte bereits den Spielzeughersteller wieder in die schwarzen Zahlen gebracht.

Weitere 1300 Stellen in der Nokia-Geschäftseinheit »Location&Commerce«, der Navigationsspezialist Navteq angehört, stehen ebenfalls zur Debatte. Die Zukunft einiger Fabriken in Finnland und Mexiko findet sich ebenfalls auf der Liste der unnötigen Kosten. Aus Nokias Wahlspruch »Connecting People« hatten Gewerkshafter bereits zum vergangenen großen Schnitt »Disconnecting People« gemacht – dies wird vermutlich auch diesmal wieder zum geflügelten Wort werden.

Seit der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit Microsoft im Februar habe sich der Wert der Nokia-Aktien halbiert – Reuters nennt als Grund auch einen 20prozentigen Umsatzrückgang bei Nokia in einer Zeit, in der der Gesamtmarkt um 10 Prozent gewachsen sei.

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