Ingres wird Actian und startet neue Strategie

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Eigentlich sei Business Intelligence nur heiße Luft, interpretiert ein Brancheninsider die Ergebnisse einer Studie des Datenbankspezialisten Ingres bei seinen Kunden, und vor allem deshalb habe das Unternehmen jetzt eine Art Aktionsplan aufgestellt, um unter neuem Namen die »BI zu revolutionieren«.

Ingres selbst beginnt die PR für den neuen Unternehmensnamen erst einmal mit einem neuen Produkt und nennt den neuen Unternehmensnamen » Actian Corporation« fast schon als Nebensache.

Die neue Cloud-Plattform von Actian erlaubt Unternehmen, eigene Applikationen für die Auswertung ihrer Massendaten und das Auslösen von Aktionen über das Rechenzentrum von Actian durchzuführen. Denn viele Unternehmen betreiben gar keine Business-Intelligence selbst und leisten sich ultraschnelle und teilweise sehr kostspielige Lösungen – wie die Ingres-Lösungen zur schnellen Datenbearbeitung riesiger Datenmengen – noch gar nicht.

Und so können sie nun mit dem App-Angebt von Actian ihre Daten analysieren und auswerten. Der Betreiber nennt es »Action Apps«: sie können auch dazu genutzt werden, auf die Echtzeitanalysen sofort zu reagieren und geschäftliche Abläufe automatisch zu triggern. Unternehmen würden viel Geld in ihre Business Intelligence-Lösungen investieren, um stapelweise Berichte zu erstellen und sie einfach nur zu archivieren, sagt Actian-Chef Steve Shine. »Meist resultieren daraus keine wirklichen Handlungen«, bemängelt er, und genau da setze die neue  Lösung an.

Inges steckte seine Entwicklungen bislang hauptsächlich in die Beschleunigung des Umgangs mit großen Datenmengen, etwa dem Produkt Vectorwise , die dann häufig in besagte BI-Lösungen gesteckt wurden – ohne Aktionen auf Basis der Ergebnisse. Der im Mai gestartete Web-Dienst SkyInsight sollte zumindest helfen, die aufwendige und komplizierte Business-Intelligence auszulagern und für die Unternehmen zu vereinfachen.

Doch nun legt Ingres mit seinem neuen Unternehmen Actian vor allem Wert darauf, die in Echtzeitanalysen gewonnenen Erkenntnisse sofort ohne Ausbremsung in Aktionen umzusetzen. Mit seiner »Cloud Action Plattform« bündelt das Unternehmen seine Entwicklungen wie etwa die Auslieferung von Reports an mobile Geräte, die WebServices zur Datenanalyse und schließlich die Action Apps, die die auf der Cloud-Plattform entwickelt, verwaltet und geteilt werden.

In den Apps können Unternehmen »Action Probes« ausführen – in ihnen kann festgelegt werden, welche Reports wann an welches Gerät gesendet werden. So genannte »Action Trigger« in den Apps sollen erkennen, wo bestimmte Ereignisse und Grenzwerte eintreten, die zu einer sofortigen Aktion führen müssen – in den Apps lassen sich entsprechende »Business Actions« definieren.

Zu guter Letzt nennt Actian Analysten on Gartner und McKinsey, die bestätigen sollen, dass die neue Strategie richtig ist – insbesondere die Automatisierung von Aktionen könnte Milliardenumsätze einholen, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst würden, ist das Credo der Analysten.

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