Facebook: Ernste Gefahr für Google

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Mark Zuckerberg

Die Daten, die Facebook sammelt, werden für Werbetreibende immer attraktiver. Damit drängt das soziale Netz Google zusehends in den Hintergrund. Beim Wissen über die Nutzer hat Facebook bereits die Nase vorne, woraus die Social Web-Plattform immer mehr Kapital schlagen kann.

CNet-Blogger Rafe Needleman glaubt, Facebook will es ähnlich machen wie Google: Nutzeraktivitäten kommerziell ausschlachten. Was jemand auf den Seiten von Facebook tut, sammelt und speichert Facebook und wertet sie mithilfe von besonderen Algorithmen aus. Zwar kann auch Google die Spur seiner Besucher im Netz verfolgen, verfügt jedoch lange nicht über derart viele persönliche Information wie sein Konkurrent Facebook. Das soziale Netzwerk Facebook bildet laut Needleman hingegen eine Art »Destination«, die Nutzer besuchen und dort verweilen. Sie kommunizieren, posten Links zu Videos, kommentieren, drücken »Gefällt mir«.All diese Informationen sammelt das Netzwerk.

Für Werber sind diese Daten zunehmend wertvoller als die von Google. Denn das Netzwerk verfügt über detaillierte Profile ihrer User und kann sie mit den Kontaktdaten verknüpfen. Diese Informationen kann Facebook den Machern von Werbekampagnen verkaufen. Dadurch wird die Plattform fähig sein, mit Medienunternehmen zusammenzuarbeiten, um Werbung auf deren Seiten noch effektiver zu machen. Dies stellt ein ernstes Problem für Googles Ruf als erster Werbeanbieter im Internet dar. Auch für seine Gründer hat dies einen erfreulichen Vorteil: Das Vermögen von Facebook-Macher Mark Zuckerberg wird vom  aktuellen Forbes-Ranking vor dem der Google-Gründern, Sergej Brin und Larry Page gelistet.

(Kleines Bild oben: Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-by-3.0)