HP-Wechsel: Whitman will Apothekers Pläne fortführen

KomponentenWorkspace

Weiterhin will sie die geplanten Milliarden für das Software-Unternehmen Autonomy ausgeben. Zur Trennung vom PC-Geschäft äußerte sich die neue HP-Chefin noch nicht – die PC-Hersteller in Taiwan glauben, möglicherweise gebe es wieder eine Kehrtwende, Investoren in den USA glauben jedoch nicht daran.

Nach dem raschen Rausschmiss von Leo Apotheker, den man auch schon mal vor Jahren bei SAP wegen seiner aufbrausenden Art gefeuert hatte, will Nachfolgerin Meg Whitman die Aktionäre nicht mit ständig wechselnden Plänen überfordern. In ihrem ersten Interview als neue HP-Chefin habe sie betont, den Kauf des britischen  Software-Riesen Autonomy für 10,5 Milliarden Dollar fortzuführen, schreibt Wirtschaftsdient Bloomberg.

Die taiwanischen Hersteller glauben jedoch, dass HP wahrscheinlich die Pläne zum Spin-Off der PC-Sparte zurücknehmen wird. Deutsche-Bank-Analyst Greg Whitmore erklärte Bloomberg, HP hätte zwar die mögliche Trennung von der PC-Sparte nicht ankündigen dürfen, ohne einen konkreten Plan dazu zu haben – doch von Whitman erwarte er nun mehr vom selben Verhalten wie es ein »Leo-geführtes HP« gebracht hatte. Kein Unterschied also?

Die Aktionäre würden erwarten, dass Whitman mit ihren Plänen einen starken Umsatzschub auf den Weg bringe – wie sie das schaffen soll, ist allerdings umstritten. Bereits im Vorfeld bemängelte die Branche Whitmans mangelnde Erfahrung im PC-Geschäft mit Enterprise-Kunden, kommt ihre Erfahrung doch vor allem aus Konsumentendiensten wie eBay, Hasbro und Procter&Gamble.

Update: In einer Teleonkonferenz meldete sich Meg Whitman noch einmal mit der klaren Ansage, man werde das HP-Rechnergeschäft wirklich abtrennen. Channelinsider-Chefredakteur Dr. Jakob Jung nahm an der Telefonkonferenz teil und berichtet hier mehr zu den Details.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen