Tomorrow-Focus schließt sich dem Reigen der Google-Gegner an

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Der Online-Publisher wirft dem Suchmaschinen-Anbieter vor, die Suchergebnisse bewusst zu manipulieren. Nachdem bereits die Klagen von drei US-Unternehmen laufen, wagt sich nun der deutsche Publisher ebenfalls aus der Deckung.

Der börsennotierte TomorrowFocus-Konzern behauptet in einem Interview mit den VDI-Nachrichten, Google verstoße gegen die Vorgabe, Suchergebnisse möglichst neutral aufzulisten – und fordert eine staatliche Regulierung der Internet-Suche.

Tomorrow-Focus-Chef Stefan Winners sagt: »Google nutzt aus unserer Sicht seine dominierende Marktmacht aus. Dass das Unternehmen automatisch eigene Google-Angebote in seinen Suchergebnissen nach oben platziert und Ergebnisse von Wettbewerbern, die vielleicht für den Nutzer viel neutraler und relevanter sind, weiter unten, macht deutlich, dass wir hier mehr Neutralität brauchen«.

Google schaffe sich seinen eigenen Kosmos, wenn die derzeitigen Ermittlungen der Kartellbehörden nicht zeigen würden, dass es unzulässig sei, alle anderen Wettbewerber zu marginalisieren. Google habe sich zu einem »Infrastrukturangebot« entwickelt, und deshalb brauche die Internetsuche eine Regulierung durch den Gesetzgeber.

Bereits gestern fand eine Anhörung der Google-Gegner Netflix, Nextag und Yelp vor dem US-Senat statt, eine Kartellklage in den USA läuft ebenfalls.

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