Neue Software schützt virtuelle Telefonanlagen

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Internet-Telefonie ist nicht sicher, und so entwickelten die Hochschule Darmstadt und der Anbieter toplink ein Produkt gegen Hackerangriffe auf virtuelle Telefonanlagen.

Gestern präsentierte die Darmstädter Combo aus universitärer und privater Forschung einen ersten Prototypen ihrer Software zum Schutz von virtuellen Telefonanlagen. Sie soll Datendiebstahl und Gebührenbetrug verhindern. Das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Center für Advanced Security Research Darmstadt (CASED) unterstützten die Entwicklung.

2012 soll ein fertiges Produkt daraus werden, derzeit läuft es noch im Testbetrieb im Geschäftskunden-Umfeld. »Die Abwehrmechanismen der Software agieren auf der Gesprächsebene und kontrollieren die Gesprächsaufbauversuche und erfolgreich hergestellte Gespräche «, erläutert toplink. So könnten Hackerangriffe in Echtzeit und nicht erst im
Nachhinein erkannt werden.

Heuristische Algorithmen analysierten, vergleichbar mit einem Virenscanner, den Sprachverkehr – und könnten so unterscheiden, ob die Verbindung von einem regulären Teilnehmer oder einem Hacker genutzt wird.

Toplink-CFO Günther Schreiner sieht die IP-Telefonie insbesondere für Unternehmen mit verteilten Standorten als Zukunft – aber mit entsprechenden Risiken, die der Anbieter vermeiden will.

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