Geschäftsklima in Hightech-Branche verbessert sich

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BITKOM_Konjunkturbarometer

Das Geschäftsklima in der Hightech-Branche hat sich im dritten Quartal wieder verbessert, wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des BITKOM hervorgeht. Danach erwarten drei Viertel der ITK-Anbieter steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Der BITKOM-Branchenindex ist in diesem Quartal um neun auf 63 Punkte gestiegen, zeitgleich ist der IFO-Konjunkturtest auf -3 Punkte gefallen. Laut der vierteljährlich durchgeführten BITKOM-Konjunkturumfrage beurteilen die Mehrheit der Unternehmen die weiteren Aussichten positiv. 75 Prozent der befragten Firmen rechnen für dieses Jahr mit steigenden Umsätzen. Zu den am stärksten wachsenden Bereichen gehören Software und IT-Services: So erwareten 82 Prozent der Softwarehäuser und 86 Prozent der IT-Dienstleister steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Unter den Anbietern von IT-Hardware rechnen 63 Prozent mit einem steigenden Umsatz.

Bitkom_Branchenbarometer
Laut dem 36. BITKOM-Branchenbarometer erwarten 75 Prozent der Unternehmen steigende Umsätze.

»Die Schuldenkrise in Europa und die Turbulenzen an den Finanzmärkten schlagen sich bislang nicht auf den TK-Märkten nieder. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gut gefüllt«, verkündete BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf am Eröffnungstag der IT & Business in Stuttgart. Insbesondere Technologien wie Cloud Computing und die steigende Verbreitung leistungsfähiger mobiler Endgeräte würden für eine dynamische Entwicklung im ITK-Sektor sorgen. Eine zentrale Herausforderung sieht Kempf in der Modernisierung traditioneller Infrastrukturen: »Deutschland braucht eine nationale Infrastrukturinitiative zum Aufbau intelligenter Netze.« So müssten Elektrofahrzeuge in Zukunft Teil intelligent gesteuerter Verkehrs- und Energienetze werden.

Die positive Marktentwicklung wirkt sich auch auf die Personalplanung der Unternehmen aus. Demnach wollen 60 Prozent der Firmen im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Ein Viertel will die Beschäftigtenzahl stabil halten und 13 Prozent müssen Stellen abbauen. Besonders viele Arbeitsplätze schaffen die Anbieter von IT-Services, gefolgt von den Softwarehäusern. Nach einem Zuwachs von 13.000 neuen Jobs 2010 erwartet der BITKOM in diesem Jahr rund 10.000 zusätzliche Arbeitsplätzen, sodass deren Gesamtzahl dann bei 858.000 Beschäftigten liegen wird. »Die ITK-Industrie ist einer der wichtigsten Job-Motoren in der deutschen Wirtschaft«, so Kempf auf der IT & Business in Stuttgart.