Mitsubishi-Schwerindustrie von chinesischen Cyber-Angriffen geplagt

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Diese und vergangene Woche waren 83 Server und Computer des japanischen Unternehmens Mitsubishi Heavy Industries von Viren und anderen Attacken betroffen. In einem der Schädlinge sei chinesische Sprache gefunden worden.

Die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun berichtet über zahlreiche Angriffe auf den wichtigsten Vertreter der Schwerindustrie in Japan. Opfer Mitsubishi sei durch einen Trojaner infiziert und angreifbar geworden; ein Screen für eine Fernwartungskontrolle habe vereinfachte chinesische Schriftzeichen enthalten, meldeten die Ermittlungsbehörden.

Die enthaltenen chinesischen Zeichen für »automatisch« – für den automatischen Zugriff – und »fangen« für die Kontrolle infizierter PCs führten die Behörden auf die chinesische Spur. Die Zeichen für Video und Bild seien ebenfalls vorhanden. Gezielte Attacken auf bestimmte Industrien häufen sich, im Falle Mitsubishi habe man 29 entsprechende Angriffsmails entdeckt.

Der Angreifer muss in der Lage sein, die Zeichen zu verstehen, die im kommunistischen Reich der Mitte verwendet werden. Doch es sei noch zu früh zu behaupten, der Angriff komme aus der Volksrepublik. Informatikprofessor Motohiro Tsuchiya erklärt, dass der Angreifer vielleicht nur vortäuschen will, dass die Infektionen aus China kämen.

Auch in den USA kämpfe man derzeit verstärkt mit anscheinend chinesischen Angriffen, erläutert Tsuchiya.

(Bildquelle: Klaus Büth – Fotolia.com)

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