Intel kauft sich Android-Software-Spezialisten

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Die taiwanische Softwareschmiede Insyde Software erhält neue Investitionen des US-Chipriesen: 300 Millionen New Taiwan Dollar, also etwa 10 Millionen US-Dollar, sind nicht die erste Geldspritze, die das Unternehmen von Intel erhält.

Intel hatte vorher schon  99,4 Millionen Taiwan-Dollars in das taiwanische Softwarehaus Insyde investiert, um Unterstützung bei der Forschung rund um Android zu erhalten. Intel wolle weiter Personal für seine Android-Forschungsabteilung aufstocken, berichtet der taiwanische Informationsdienst Digitimes.

Der amerikanische Chiphersteller legt schon seit geraumer Zeit Geld in Software-Unternehmen an, weil er inzwischen versteht, dass es um die Hardware herum ein »Software-Ökosystem« geben muss, um auch die Halbleiter erfolgreich zu machen. Das Android-Geschäft musste Intel großteils an ARM abgeben – nicht nur wegen ARMs Vorteil des Stromsparens, sondern auch, weil der Software-Support von Intel nicht passte. Insyde wiederum programmiert hardwarenahe Lösungen – und erklärt seinen Kunden, man entwickle für sie, als seien es ihre eigenen Produkte. Intel investiert damit auch in guten Support für Hardware-Hersteller – auf Software-Ebene.

Gleichwohl hatte Intel Capital vergangene Woche auch bekanntgegeben, ein Investment in die kalifornische Chipschmiede Parade Technologies in einen Börsengang in Taiwan kulminieren zu lassen – offenbar ein guter Marktplatz für IPOs von Hardware-Unternehmen. Intel ist eben trotz Software-Investitionen nach wie vor ein Hardware-Spezialist.

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