Apple holt sich neuen Chiplieferanten

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Ob Apple-Zulieferer Broadcom es gut findet, dass Apple jetzt direkt mit dem bisherigen Broadcom-Subunternehmer  TSMC einen Vertrag abschließt? Vermutlich ist dies egal, denn die Taiwaner sollen jetzt Apples Prozessoen bauen – die Kommunikations-Chips kommen weitrhin von Broadcom.

Apple hat einen Chip-Herstellungsvertrag mit dem taiwanischen Halbleiter-Produzenten TSMC abgeschlossen, meldet Digitimes.

Der Halbleiterhersteller aus dem fernen Osten hatte jedoch bisher für Broadcom vor allem Bestandteile der Kommunikationschips gebaut, die Apple in seine iPads integrierte  – was deutlich zum Erfolg des Netzausrüsters beigetragen hatte.  Der neue Apple-Vertrag mit TSMC könnte Sorgen bei Broadcom hervorrufen, dass der kalifornische Hersteller den Netzwerkausstatter übergeht.

Ganz so schlimm wird es nicht kommen, denn TSMC soll durch das neue Geschäft vor allem Apples A6-Prozessor bauen – und dies in 28-Nanometer und 20-Nanometer-Dichte. Den Vertrag soll sich TSMC in aller Stille gesichert haben. Dennoch glauben Analysten, dass es vor 2012 noch keine größeren Produktionsaufträge geben wird. TSMC soll einen guten Preis ausgehandelt haben, beschreibt Digitimes den Vertragsinhalt.

Dass TSMC noch andere Bestandteile für Apple produzieren wird, ist unwahrscheinlich, weil die Produktionskapazitäten nicht reichen. Dass Apple noch andere Chiphersteller beauftragen wird, ist ausgemachte Sache. Auch hier seien taiwanische Unternehmen weit vorne, berichtet Digitimes.

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