Datenklau bei Oracle: SAP muss 20 Millionen Dollar zahlen

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Zumindest den Streit mit der US-Justiz kann der deutsche Software-Anbieter SAP durch die Zahlung von 20 Millionen Dollar beilegen. Offen bleibt weiter, wie hoch die Zahlung an Oracle ausfallen wird, das für den Datenklau durch die SAP-Tochter TomorrowNow eine Milliardensumme fordert.

Wie SAP mitteilt, hat man sich mit der Staatsanwaltschaft in San Francisco auf die Zahlung von 20 Milliarden Dollar geeinigt, um das Verfahren wegen Datendiebstahls beizulegen. Die frühere SAP-Tochter TomorrowNow hatte sich beim Konkurrenten Oracle unrechtmäßig Unterlagen heruntergeladen und damit eine jahrelangen Rechtsstreit ausgelöst. Im Zuge der Einigung mit der US-Justiz bekannte sich die schon vor einigen Jahren dichtgemachte SAP-Tochter schuldig, gegen elf Punkte des U.S. Computer Fraud & Abuse Act verstoßen und Urheberrechte verletzt zu haben.

Wie die Auseinandersetzung mit Oracle ausgeht, ist dagegen weiter offen. Der Datenbankriese bekam zwar im vergangenen November 1,3 Milliarden Dollar zugesprochen, doch Anfang September erklärte ein Gericht, die Summe sei überzogen und reduzierte sie auf 272 Millionen Dollar – wogegen voraussichtlich Oracle vorgehen wird.