Mittelstand überschätzt Verfügbarkeit der IT

Big DataCloudData & StorageIT-ManagementIT-ProjekteKarriereServerSicherheitStorageVirtualisierung

Über 71 Prozent der mittelständischen Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Systeme hochverfügbar seien. Allerdings setzt nur 31 Prozent dafür geeignete Technologien ein. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der Stratus.

Nach Einschätzung der Stratus Technologies können nur zwei von den in der Umfrage genannten Technologien die Hochverfügbarkeit sicherstellen: zum einen fehlertolerante Server, die von elf Prozent der befragten Unternehmen eingesetzt werden und zum anderen Cluster-Systeme, die 24 Prozent nutzen. Rund 52 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass ihre Systeme zumindest teilweise hochverfügbar seien, setzen aber ungeeignete Technologien ein. Und 17 Prozent der Unternehmen geben zu, dass ihre IT nicht hochverfügbar sei.

Zu den Technologien, die sich nicht für die Realisierung von Hochverfügbarkeit eignen, gehört insbesondere Virtualisierungssoftware, die 22 Prozent der befragten Unternehmen nannte. Der Grund: Hardware-Ausfälle können durch die Virtualisierung von Servern grundsätzlich nicht abgefangen werden – ganz im Gegenteil. Je mehr logische Server auf einer physischen Maschine konsolidiert werden, desto schwerwiegender können die Folgen eines einzelnen Hardware-Fehlers sein.

Auch andere von den Befragten genannten Techniken und Verfahren zur Herstellung von Hochverfügbarkeit, wie die Datensicherung auf Band, das Betreiben einer unterbrechungsfreien Stromversorgung oder der Einsatz von Blade-Servern, zeigen, dass viele mittelständische Unternehmen die Verfügbarkeit ihrer IT falsch einschätzen. Eine echte Hochverfügbarkeit ist erst ab einem Verfügbarkeitsniveau von mindestens 99,99 Prozent gegeben, sodass auch unternehmenskritische Aufgaben unterbrechungsfrei ausgeführt werden können.

»Eine hohe Verfügbarkeit ist für unternehmenskritische Anwendungen unverzichtbar. Umso bedenklicher ist es, dass viele Unternehmen die Verfügbarkeit ihrer IT überschätzen. Sollte es dann tatsächlich zu einem Ausfall kommen, kann es ein bitteres Erwachen geben: Für die Unternehmen entstünden beträchtliche finanzielle Einbußen und obendrein ein erheblicher Image-Schaden«, berichtet Timo Brüggemann, Director Business Development EMEA bei Stratus in Eschborn.

(Quelle kleines Bild oben: .shock – Fotolia.com)