Der westeuropäische Handy-Markt schrumpft

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Weil der Absatz herkömmlicher Handys massiv einbrach, schrumpft der westeuropäische Markt für Mobiltelefone. Smartphones verkaufen sich dagegen weiterhin ausgezeichnet – so man nicht gerade Nokia heißt.

Die neue Nummer eins in Westeuropa heißt Samsung, das den Smartphone-Absatz um beeindruckende 700 Prozent steigern und damit die einbrechenden Verkäufe von Feature Phones mehr als kompensieren konnte. Der südkoreanische Hersteller überholte Nokia, bei dem nicht nur das Geschäft mit klassischen Handys darniederliegt, sondern auch die Smartphone-Verkäufe einbrechen – höchste Zeit, dass erste Nokia-Smartphones mit Windows Phone 7 auf den Markt kommen, um die Talfahrt zu stoppen.

Smartphone-Absatz im zweiten Quartal 2011 laut IDC

Hersteller Absatz (in Millionen Stück) Veränderung zu Q2/2010 Marktanteil
Samsung 4,8 700% 22%
Apple 4,6 64% 21%
HTC 3,1 121% 14%
Research in Motion 3,0 15% 14%
Nokia 2,3 -60% 11%
Andere Hersteller 4,0 167% 18%
Gesamt 21,8 48% 100%

Erstmals wurden in Westeuropa mehr Smartphones als Feature Phones verkauft, so IDC. Während der Smartphone-Absatz um 48 Prozent auf 21,8 Millionen Geräte kletterte, brach der Handy-Absatz um 29 Prozent auf 20,4 Millionen Geräte ein. Zum Teil führt man das aber auch auf die schwierige wirtschaftliche Lage zurück, wie IDC-Analyst Francisco Jeronimo erklärte.

Mobiltelefon-Absatz (Smartphones & Feature Phones) im zweiten Quartal 2011 laut IDC

Hersteller Absatz (in Millionen Stück) Veränderung zu Q2/2010 Marktanteil
Samsung 13,9 29% 33%
Nokia 9,0 -44% 21%
Apple 4,6 64% 11%
HTC 3,1 121% 7%
Research in Motion 3,0 15% 7%
Gesamt 42,2 -3,0% 100%

Angetrieben wird das Smartphone-Wachstum vor allem von Android, das um 352 Prozent zulegen konnte und auf fast jedem zweiten verkauften Smartphone lief (48,5 Prozent). Vor allem Samsung profitierte laut IDC davon, aber auch HTC und Sony Ericsson.

Quelle: Werner Dreblow – Fotolia.com