Bundeskanzlerin soll sich für Verkauf von T-Mobile USA an AT&T stark machen

MobileNetzwerkePolitikRechtTelekommunikationÜbernahmenUnternehmen

Nach Informationen des Handelsblatts soll sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in den USA dafür stark machen, dass AT&T wie geplant, die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom übernehmen kann. Denn derzeit droht der Deal am Widerstand des US-Justizministeriums zu scheitern.

Dem Handelsblatt zufolge hatte Merkel direkt nach Bekanntwerden des geplanten Verkaufs von T-Mobile USA bei US-Präsident Obama für den Deal geworben. Nun da er zu scheitern droht, weil das Justizministerium interveniert, soll die Kanzlerin erneut ran. Dem Wirtschaftsblatt zufolge habe sich Telekom Chef René Obermann ein weiteres Gespräch zwischen Merkel und Obama gewünscht. Von der Telekom gibt es dazu keinen Kommentar, doch das Handelsblatt will aus Unternehmenskreisen erfahren haben, dass die Bundesregierung den Verkauf unterstützt. »Es finden Gespräche auf höchster politischer Ebene bis runter auf die Arbeitsebene statt«, heißt es.

Ganz uneigennützig wäre die politische Hilfe für den Telekommunikationskonzern allerdings nicht, denn der Bund ist mit 32 Prozent am Unternehmen beteiligt und als größter Einzelaktionär sehr daran interessiert, dass die verlustreiche US-Sparte abgestoßen wird.