Microsoft macht Windows 8 fit für Hyper-V

BetriebssystemCloudNetzwerk-ManagementNetzwerkeSoftwareVirtualisierungWorkspace

Eine Client-Version des kommenden Windoes 8 werde in der Lage sein, auf 64-Bit-Rechnern Virtual Machines (VMs) zu erzeugen und auch zu dirigieren.

Nicht nur das Arbeiten mit virtuellen Harddisks (VHD) aus Microsofts Virtualisierungssystem Hyper-V werde beim kommenden PC-Betriebssystem möglich sein (wir berichteten), sondern die gewohnte Arbeit mit VMs. Sofern der Desktop-Computer potent genug dafür sei – er müsse einen 64-Bit-Prozessor besitzen, Win 8 im 64-bit-Modus betreiben und wenigstens 4 GByte Arbeitsspeicher frei haben – könne man wie auf einem Server Virtual Machines erzeugen, diverse VMs nebeneinander laufen lassen und sie natürlich verwalten. Das Management für den nötigen Arbeits- und Plattenspeicher erledige das Betriebssystem automatisch.

»Ob sie nun Software-Entwickler, IT-Administrator oder einfach ein PC-Enthusiast sind, sie kommen leicht mal auf die Idee, diverse Betriebssysteme auf einem Rechner zu installieren und laufen zu lassen«, schreibt Hyper-V-Manager Matthew John im Firmenblog. »Da nicht jeder von uns einen Raum voller Rechner besitzt, wäre die Virtualisierung für solche Zeitgenossen die richtige Methode, um Platz und Zeit zu sparen«, glaubt John.

Daher sei es durchaus folgerichtig, die Server-Virtualisierungs-Plattform Hyper-V, die Microsoft 2008 in Betrieb nahm, künftig auch via Windows 8 den Highend-PC-Systemen und anspruchsvollen Usern zur Verfügung zu stellen. Das könne im täglichen Betrieb eines Einzelbüros wunderbar funktionieren, so lange der Anwender nicht auch Games oder andere Programme mit wenig Toleranz für hohe Latenzzeiten und dem Hang zum direkten Grafikprozessor-Zugriff einsetzt. Dass beiße sich mit dem Einsatz von VMs.