Google kauft sich Hotelguide Zagat

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Der Webkonzern stärkt sich gezielt mit dem Pionier für Hotel- und Restaurant-Bewertungen, um das eigene Angebot damit zu unterfüttern.

Falsche Angaben in Google Places haben jüngst erst für etwas Aufruhr in der Branche gesorgt. Da Konkurrenten in der Hotel- und Gastronomiebranche durch ungeprüfte Angaben (»Restaurant XY ist geschlossen«) für den Bankrott von Mitbewerbern sorgen können, hat sich der Webkonzern nach einer sinnvollen Lösung für dieses Places-Dilemma umgeschaut – und mit der gestrigen Übernahme von Zagat immerhin einen Teil des Problems gelöst. Die finanziellen Konditionen wurden nicht veröffentlicht. »Zagat wird ein Eckpfeiler unserer lokalen und regionalen Offerten sein«, kommentierte die zuständige Vizepräsidentin Marissa Mayer den Vorgang.

Nina und Tim Zagat werden ihrem Projekt die Treue halten und unter Googles Obhut noch an Bord bleiben. Die Gründer reize die enormen Möglichkeiten zur Expansion. Zunächst einmal wird die Integration der vielen Besprechungen und Wertungen in Google Places vorangetrieben. In der Folge wird wahrscheinlich der höhere Zagat-Standard für alle künftigen Places-Einträge gelten, so dass sich die bisherigen Kritikpunkte an dem Dienst mit der Zeit auflösen dürften.