Cloud Computing plus Mobilgeräte = hohes Risiko?

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Die Beratungsfirma KPMG zeigt sich besorgt darüber, dass sich in vielen Unternehmen die Nutzung von Cloud-Offerten und mobilen Privatgeräten fast unkontrolliert ausbreitet. Darin sehen sie den Boden für eine wachsende Kriminalitätswelle bereitet.

KPMG legte gerade den »E-Crime 2011 Report« (PDF-Dokument) vor. Darin sind etliche namhafte Unternehmen und Konzerne untersucht und über 200 Sicherheitsbeauftragte abgefragt worden, von denen 68 Prozent im Cloud Computing ein gesteigertes Sicherheitsrisiko für ihren Arbeitgeber sehen.

Noch krasser: 92 Prozent aller befragten Firmen sehen in diesem Zusammenhang  in den wachsenden Nutzungsquoten von Smartphones und Tablets ein Einfallstor für Cyber-Kriminelle. 83 Prozent gefällt nicht, dass die Hardware sowohl für geschäftliche Belange wie auch für den persönlichen Gebrauch eingesetzt werde. Sie erwarten daher eine spürbare Zunahme von Vorfällen. 53 Prozent der untersuchten Unternehmen berichten bereits, dass es in den vergangenen zwölf Monaten eine gestiegene Zahl von Sicherheitsverstößen und Vorkommnissen gegeben habe, mit denen sie sich beschäftigen mussten.

»Das zeigt immerhin wie bewusst sich die IT-Verantwortlichen der gestiegenen Risiken sind. Allerdings können sie wohl kaum diesen Veränderungen Einhalt gebieten und Technologien wie Cloud Computing oder die steigende Mobilität abwenden. Sie müssen sich an die veränderte Risikolage anpassen«, schlussfolgert KPMG-Manager Mark Waghorne. Es sei nun wichtig für die Firmen, die richtigen internen Maßnahmen und eine vernünftige Sicherheitspolitik in Kraft zu setzen. Man müsse sich eben als IT-Abteilung darauf einstellen, dass suspekte LinkedIn-Einladungen, Phishing und verlorene Mobilgeräte voller Firmendaten zum täglichen Bedrohungspotential gehören. »Es bleibt ihnen nichts übrig als die Mitarbeiter dahin zu trimmen, die typischen Risiken des digitalen Alltags zu vermeiden«, fordert Waghorne auf.