Samsung-Tablet gibt kurzes Gastspiel auf der IFA

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Auf der IFA zeigte Samsung ein sehr schickes und schlankes Tablet mit 7,7 Zoll, musste es aber nach einer Weile vom Messestand entfernen, weil Apple auch gegen dieses Modell gerichtlich vorgegangen war und eine einstweilige Verfügung erwirkt hat.

Das Galaxy Tab 7.7, das wir auf der IFA kurz ausprobieren konnten, machte einen sehr guten Eindruck: Das Tablet war ausgesprochen leicht und handlich und wirkte sehr gut verarbeitet. Auf alle Nutzereingaben reagierte es flott. Es soll wohl im vierten Quartal auf den Markt kommen – zumindest außerhalb Deutschlands, denn zum hiesigen Markt wollte Samsung keinerlei Angaben machen. Mehr noch: das Tablet war auch gut sichtbar mit Aufklebern bestückt, denen zufolge es nicht für den Verkauf in Deutschland vorgesehen ist.

Dass das mit dem Rechtstreit um das Galaxy Tab 10.1 zu tun hat, den man derzeit mit Apple ausficht, wollte Samsung nicht bestätigen. Doch dass es genau darum ging, dürfte spätestens dann klar gewesen sein, als Apple auch eine Verfügung gegen das 7,7-Zoll-Modell erwirkte und Samsung es vom Messestand entfernen musste. Auch die Produktdaten und Produktbilder die man im Pressebereich auf der Samsung-Website bereitstellte, sind mittlerweile wieder verschwunden.

Apple wirft Samsung vor, mit den Galaxy Tabs das Aussehen des iPads zu kopieren. Anders als sonst geht es in dem Streit nicht um die Verletzung von Patenten und Marken. Samsung argumentiert, das Aussehen eines Tablets sei technisch bedingt – alle Tablets würden sich mehr oder weniger ähneln. Damit kam man aber vor dem Landgericht Düsseldorf nicht an, wo der Richter zuletzt feststellte, es gäbe zwar Unterschiede im Detail, der Gesamteindruck stimme jedoch überein.

Am 9. September soll nun entschieden werden, ob das Verkaufsverbot für das Galaxy Tab 10.1 bestehen bleibt – und damit dürfte sich dann auch die Zukunft für das Galaxy Tab 7.7 klären.