Kräftiger Einbruch im Markt für IT-Services

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Die Marktforscher von Ovum wollen weltweit ein deutliches Minus von 40 Prozent bei der Summe aller IT-Dienstleistungen festgestellt haben.

Vor allem der Teilbereich Outsourcing scheint ordentlich zu schwächeln, denn die früher so typischen Mega-Deals sind weitgehend von der Bildfläche verschwunden, konstatiert ein Bericht von Ovum. Die Hochrechnung der Marktforscher habe ergeben, dass die weltweiten Umsätze mit IT-Dienstleistungen im zweiten Quartal auf einem 8-Jahres-Tief angekommen seien.

Laut deren statistischer Auswertung liegt die Gesamtsumme aller Kontrakte (Total Contract Values, TCV) im Jahresvergleich mit 19 Milliarden Dollar um 40 Prozent niedriger als 2010. Die Zahl der aktiven Verträge (gezählt werden alle Abkommen im Millionenbereich) ging um ein Fünftel zurück.

»Der Mangel an großen Deals war der entscheidende Faktor. Aber auch aus dem Privatsektor insbesondere in den USA kam keine Dynamik«, erzählt Ovum-Analyst Ed Thomas. Regierungen hätten sich bei der Auftragsvergabe ebenso zurückgehalten. Kamen früher 40 Prozent aller Umsätze durch Kontrakte aus Nordamerika zustande, sind es aktuell nur noch 15,5 Prozent. Für Ausgleich sorgt ein wenig Europa, wo heute 58 Prozent des TCV erwirtschaftet werden. Zuwachs werde insbesondere in Skandinavien beobachtet. Auch in Deutschland war die Stimmung in der Branche in den letzten Monaten positiv (wir berichteten).