Kryptografie-Firewall im Chip

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Cryptography Research, eine Tochter des Speicherchip-Urgesteins Rambus, lizenziert die selbst entwickelten »Cypto-Firewall Cores« an Verimatrix, einen Anbieter von Videostream-Kopierschutz.

Verschlüsselung in Hardware ist nichts wesentlich Neues, doch Rambus-Tochter Cryptography Research hat eine neue Security-Technologie: Der Hersteller nennt es »Core Firewall«, und tatsächlich soll die Technik des Rambus-Cores andere Schaltungen wie eine Firewall schützen.

Mit der klassischen Netzwerk-Firewall aber hat der Chip nichts zu tun: Der spezielle ASIC (application-specific integrated circuit) von Cryptograhphy Research soll Angriffe von außen erkennen, ohne dass eine Analyse wie bei klassischen PC-Techniken nötig wäre. Die »Differential Power Analysis« der Schaltung erkennt Angriffe auf den Kryptographie-Schutz von Medien anhand der Stromschwankungen, die eine CPU erzeugt, wenn sie attackiert wird.

Diese Technik soll sich bei der Nutzung durch Verimatrix um die Lieferung digitaler Filme kümmern und dabei die Contents vor Diebstahl bewahren – und die Abrechnung von bezahltem Content absichern.

Dazu hat Verimatrix seine Lösung und die der Rambus-Tochter auf einen gemeinsamen Chip gepfercht: Der SoC (System on a chip) sichert direkt in der Video-Dekodierung die legale Auslieferung des Materials ab. Der Crypto-Firewall-Core soll dabei die Verschlüsselungscodes absichern, selbst wenn die umliegende Hardware geknackt wurde.

Kunden sollen die Hersteller von Geräten sein, über die geschützter Video-Content geliefert wird: Fernseher, Tablets, Set-top-Boxen und andere Systeme.

Laut Cryptography Research  nutzen bereits über 5 Milliarden Geräte die Technik des Herstellers. Bis sie im klassischen PC-Segment eingesetzt wird, könnte allerdings noch eine Weile dauern.

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