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Apple: Android wurzelte in Apple-Entwicklungen

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Eigentlich ist Android ein Apple-Produkt – sagt Apple. In einem Rechtfertigungsscheiben an die Handelsbehörde ITC behauptet das kalifornische Unternehmen zumindest, der erste Android-Entwickler Andy Rubin habe seine Inspirationen aus seiner Zeit in der Apple-Entwicklungsabteilung.

Patentexperte Florian Müller hat sich wieder einmal die Zeit genommen, Gerichts- und Behördendokumente näher anzusehen. Dabei fand er wieder eine Kuriosität, die Apple auftischt: In Apples erster Beschwerde gegen  HTC versteckte sich die Behauptung, Android-Erfindder Andy Rubin habe in den frühen Neunzigern in der Apple-Abteilung gearbeitet, die das Patent 263 zur Realtime-API entwickelte.

Müller fügte einen Screenshot des Original-Dokumentes von Apple an, »damit es jeder glaubt«. Die Zeit Rubins bei Apple war zwar lange vor der iPhone-Entwicklung, doch Apple könnte nun ins Feld führen, Rubin habe die Ideen von seinen damaligen Vorgesetzten gestohlen.

Da Android-Erfinder Rubin nie bei HTC arbeitete, dürften die Richter dies nicht unbedingt in Betracht ziehen – doch falls Apple sich direkt gegen Google wenden würde, könnte dies durchaus juristische Bedeutung haben, meint Müller. Insbesondere die neue Verbindung von Motorola Mobility und Google könnte Apple helfen, mit seiner Behauptung des Ideen-Diebstahls die Android-Konkurrenz vom Verkauf ihrer Geräte abzuhalten.

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Manfred schreibt seit 30 Jahren über Computerthemen aus verschiedenen Blickwinkeln. Das wird aber nie langweilig, denn die Branche entwickelt sich so rasant, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.

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