SAPs Widerspruch gegen hohe Oracle-Copyright-Strafe wurde stattgegeben

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SAP muss keine Strafe von 1,3 Milliarden US-Dollar an Oracle bezahlen. Die mit dem Fall betraute Richterin gab SAPs Einspruch jetzt recht: Das vorherige Urteil habe völlig überzogene Summen verlangt.

Da hatte sich Oracle schon gefreut, den Widersacher aus Deutschland durch eine hohe Strafe http://www.itespresso.de/2010/11/24/urteil-sap-muss-13-milliarden-dollar-an-oracle-zahlen/ vom Erfolg abzuhalten. Die verhängte Strafe über die höchste Summe, die je in einem Copyright-Prozess verlangt wurde, focht SAP natürlich an.

Richterin Phylis Hamilton aus Kalifornien habe SAPs Widerspruch nun angenommen, berichtet Wirtschaftsdienst Bloomberg, http://www.bloomberg.com/news/2011-09-01/sap-wins-bid-to-overturn-1-3-billion-oracle-copyright-infringement-award.html.

Sie habe die Aufhebung der Strafe damit begründet, dass die Summe weit überzogen sei und nicht dem Schaden entspreche, der Oracle tatsächlich entstanden ist. Die von Oracle verlangte Summe sei nicht mit Fakten begründet worden, sondern mit hypothetischen Annahmen.

Wenn Oracle den von SAP angegebenen Schaden von 272 Millionen US-Dollars nun nicht akzeptiert, könnte es zu einem Aufrollen des gesamten Prozesses kommen – der Streit zwischen Oracle und SAP läuft schon seit mehreren Jahren und könnte sich nun über  eine weitere Ewigkeit hinziehen.

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