Gerücht: Intel stoppt angeblich PC-Investitionen

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Aufgrund der aktuell stagnierenden Phase im PC-Markt habe der Halbleiterkonzern seine Upgrade-Pläne für die PC-Chips vorrübergehend ausgesetzt, flüstert man sich in Taiwan zu.

Das Investment in PC-Halbleiter allgemein und das Upgrade der Fab 24 auf den 22-Nanometer-Fertigungsprozess im Besonderen stehe bei Intel gerade im Fokus der Überlegungen. Insbesondere der Marktstart der nächsten PC-Plattform-Generation (Codename Ivy Bridge) soll noch weiter verzögert werden, um den aktuellen Chips mehr Zeit für den Abverkauf einzuräumen.

Über diese angeblichen Intel-Maßnahmen berichtete gestern Abend das Branchenmagazin Digitimes, das die Gerüchte aus Kreisen der asiatischen PC-Hersteller erfahren haben will. Die erwähnten Pläne sollen zunächst einmal für ein Quartal ruhen, um Geld zu sparen (allein für Fab 24 war eine halbe Milliarde vorgesehen) und abzuwarten, ob der PC-Markt nach der Sommerpause wieder in altgewohnter Weise anspringt. Der Start der Ivy-Bridge-Plattform wurde schon im Juni von Intel offiziell von Ende 2011 auf März 2012 verschoben, die Notebooks sollen sogar frühestens im April damit ausgerüstet werden. Womöglich dauert es dann doch länger.

Die Zulieferer und PC-Auftragshersteller in Asien machen sich jedenfalls Sorgen darüber, dass die Intel-Pläne sich demnächst negativ auf ihre eigenen Planungen und damit auch auf den folgenden Geschäftsverlauf negativ auswirken dürfte.