IBM übernimmt Spezialisten für Risikoanalyse

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Der Technologiekonzern nimmt 387 Millionen Dollar in die Hand und erhält dafür die Mehrheit von Algorithmics.

Um die eigene Risiko-Management-Software zu stärken und ein besseres Standing im Finanzmarkt zu erreichen, kauft sich IBM den Spezialisten für Kredit- und Marktrisiko-Analysen. Algorithmics kennt sich naturgemäß perfekt mit den vielen neuen Regulierungen im Finanzmarkt aus und könne die IBM-Dienstleistung und -produkte in diesem Bereich auf Vordermann bringen.

Algorithmics wurde in 1989 gegründet, sitzt in Toronto, ist der Fitch Group angegliedert und gehörte zuletzt der Holding Fimalac aus Paris. Neben direkten Beratungsdiensten – gut 25 Topbanken, diverse Versicherungen und Investmenthäuser gehören zum Kundenkreis – legte Algorithmics auch Analysesoftware für die Finanzinstitutionen auf. Man bezeichnet sich selber als Weltmarktführer bei der Risikoanalyse für Unternehmen, Finanzen und Risikomanagement. Die Software liefere einen konsistenten, konzernweiten Überblick und helfe den Bossen, die Risiken und Engpässe klar einzuschätzen und so bessere Geschäftsentscheidungen zu fällen.

IBM will die 900 Angestellten komplett übernehmen und seiner Software Group angliedern. Die direkten Risikoberater sollen Teil des Konzernbereichs Business Analytics werden. Hier arbeiten heute schon um die 8.000 Firmenberater.
Der Zukauf ist der zweite dieser Art in dieser Woche, denn am Mittwoch kündigte IBM an, sich um die Übernahme von i2 zu bemühen, ebenfalls ein Produzent von Analyse-Software, allerdings mehr auf die Bereiche Sicherheit (Polizei, Militär) ausgerichtet.