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August 2011: Ein denkwürdiger Monat in der IT-Welt
Sommerloch? Nicht in diesem Jahr, zumindest nicht in der IT-Branche. Der August, sonst eher ein ereignisarmer Monat, gehört in diesem Jahr ins Guinness-Buch der Rekorde, sagt Nicholas Kolakowski.
Der August gilt normalerweise als einer der ereignisarmen Monate, zumindest was die IT-Welt betrifft. Aber dieser August? Ganz im Gegenteil!
Google kauft Motorola
Es ging damit los, dass Google ankündigte, Motorola Mobility für 12,5 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen, ein Schritt, der die Smartphone-Branche gründlich aufmischen wird, sollte er genehmigt werden.
»Wir haben vor kurzem erläutert, wie Unternehmen, darunter Microsoft und Apple, sich zusammenschließen, um mittels wettbewerbsschädlicher Patentklagen Angriffe auf das Android-Betriebssystem zu fahren«, schrieb Firmenchef Larry Page am 15. August auf dem firmeneigenen Blog, kurz nachdem die angestrebte Übernahme publik gemacht wurde. »Unsere Übernahme von Motorola wird für mehr Wettbewerb sorgen, indem Googles Patentportfolio gestärkt wird, was wiederum bedeutet, dass wir Android besser vor wettbewerbsfeindlichen Bedrohungen durch Microsoft, Apple und andere Firmen schützen können.«
Die Frage ist, ob die Übernahme die anderen Gerätehersteller so weit vergrätzen wird, dass sie sich von Android abwenden werden. Microsoft hofft sicherlich darauf und entwirft ein Schreckensbild, in dem Motorola Mobility die Rolle des von Google begünstigten Schoßkindes einnimmt, gleichzeitig wirbt das Unternehmen aus Redmond für Windows Phone als eine Plattform, auf der Chancengleichheit herrscht. »Sowohl für die Branche als auch für Endverbraucher ist es wichtig, dass in ein breitgefächertes und wirklich offenes, mobiles Ökosystem investiert wird«, schrieb Andy Lees, Chef von Microsofts Windows-Phone-Sparte, in einer Mitteilung, kurz nachdem Google die Neuigkeiten verkündet hatte, »und Windows Phone ist nun die einzige Plattform, bei der Chancengleichheit für alle Partner herrscht.«
Googles Schritt könnte Mitbewerber auch in einen Kaufrausch treiben. »RIM erscheint plötzlich aufgrund seines Patent-Schatzes als äußerst attraktiv«, schrieb Ray Wang, Chefanalyst und Geschäftsführer von Constellation Research, am 15. August in einer E-Mail an die Redaktion. »HP, Apple oder Microsoft sollten sich beeilen, RIM wegen seiner Patente zu übernehmen und auch wegen des [BlackBerry Enterprise Server], seines Kronjuwels.«
HPs dramatischer Richtungswechsel
Als ob das nicht genug Aufregung für die IT-Gemeinde gewesen wäre, entschloss sich Hewlett-Packard, anzukündigen, dass man den Kurs ändern werde und plane, die PC-Sparte abzustoßen und stattdessen auf Software und Dienstleistungen für den Enterprise-Markt umsatteln wolle – wie IBM es vorgemacht hat.
Als Teil dieser Kursänderung wurden zwei von HPs prominentesten und neuesten Projekten, nämlich das TouchPad Tablet und das noch in den Kinderschuhen steckende Smartphone-Geschäft, beerdigt.






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