MobileNotebookTestsTests Mobile

Toshiba Portégé R830-10V im Test

0 0 Keine Kommentare

Mit dem Portégé R830-10V stellt Toshiba ein handliches Business-Notebook vor, das 13,3 Zoll misst und 1,6 Kilogramm wiegt. Es setzt auf einen schnellen Core i7 als Prozessor und bringt eine SSD statt einer Festplatte mit. Mit 2400 Euro ist das Gerät nicht ganz billig, vermag im Test jedoch zu überzeugen.

Beim Toshiba Portégé R830-10V fällt nicht nur das Gewicht auf, das mit 1,6 Kilogramm relativ niedrig ist und zu dem allein der Akku 450 Gramm beiträgt, sondern auch das Gehäuse und seine Verarbeitung. Die Oberfläche besteht aus mattem und gebürstetem Aluminium, was sehr nobel wirkt. Sie könnte allerdings stabiler sein, vor allem die seitlichen Scharniere sollten besser greifen. Zudem gibt die Handballenauflage unter Druck schnell nach.

Davon abgesehen, gibt es an der Verarbeitung des Notebooks nichts auszusetzen. Um den dünnen Displayrahmen zu verbiegen, braucht es schon sehr viel Kraft – hier ist alles stabil.

Die Tastatur und das Touchpad sind, wie der Rest des Notebooks, in Schwarz gehalten. Das Touchpad sitzt vor der QWERTZ-Tastatur und unterstützt Multitouch-Eingaben sowie Gestensteuerung. Über eine separate Taste lässt sich das Touchpad ein- beziehungsweise ausschalten.

Display und Ausstattung

Das 13,3-Zoll-Display des Toshiba-Notebooks kann eine maximale Auflösung von 1366 x 786 Pixeln darstellen. Das matte Display wirft im Büro und auch im Außeneinsatz kaum Reflexionen zurück. Selbst direkte Sonneneinstrahlung verkraftet der Bildschirm. Wer im Büro sein Portégé R830-10V einsetzen will, kann über die seitlichen VGA- und HDMI-Buchsen weitere Monitore anschließen. Hier ist eine maximale Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln möglich.

Bei der Hardware hat Toshiba nur das Beste verwendet: Der Intel Core i7-2620M ist einer der schnellsten Doppelkernprozessoren für Notebooks und arbeitet mit 2,7 GHz. Er unterstützt Turbo-Boost und kann so einzelne Kerne bis 3,4 GHz übertakten, zudem können Dank Hyperthreading vier statt zwei Threads gleichzeitig abgearbeitet werden.

Statt einer Festplatte verbaut Toshiba eine SSD mit 256 GByte, die das System spürbar beschleunigt. Zudem sind 8 GByte RAM an Bord – die beiden S0-Dimm-Slots sind mit jeweils einem 4-GByte-Modul belegt.

Obwohl das Portégé R830-10V recht klein (316 x 227 x 18,3 – 44,1 mm) ist, hat Toshiba nicht bei den Schnittstellen gespart. Links am Notebook befindet sich ein Port für USB 3.0, rechts je einer für USB 2.0 und USB/eSATA. Ebenso verfügt das Notebook über eine RJ-45-Buchse, zwei Audio-Buchsen und je ein VGA- und HDMI-Anschluss. Auf der rechten Seite sind außerdem ein DVD-Laufwerk und der Kartenleser eingebaut. Die Vorder- und Rückseite sind von Anschlüssen verschont geblieben.

In Sachen Connectivity bietet das Notebook neben dem Gigabit-LAN-Anschluss auch WLAN nach 802.11 a/b/g/n und Bluetooth 3.0 HS. Unter dem Akkuschacht befindet sich zudem der SIM-Karten-Slot, um das Notebook via 3G ins Internet zu bringen. Das Modul von Ericsson unterstützt Quad-Band (850/900/1800/1900 MHz) und ist so weltweit nutzbar.

Als Betriebssystem kommt Windows 7 Professional in der 64-bit-Version auf dem Portégé R830-10V zum Einsatz.

Benchmarks und Akkulaufzeit

Mit dem Lithium-Ionen-Akku, der eine Ladekapazität von 8100 mAh besitzt, läuft das Notebook im Web & Office-Test gute 579 Minuten, das entspricht fast zehn Stunden. Hierbei wurde WLAN aktiviert und der Energiesparplan von Windows 7 auf »ausbalanciert« gesetzt. Die Luminanz des Bildschirmes wurde dem Bürolicht angepasst, so dass die Inhalte gut erkennbar waren.

Beim HD-Video-Playback wurden die Funkverbindungen (W-LAN / Bluetooth) deaktiviert und der Energieverbrauch vom Betriebssystem Windows 7 auf Höchstleistung gesetzt. Knapp vier Stunden hielt der Akku im diesen Testszenarium durch. Im simulierten Stresstest (Volllast) wurde eine Akkulaufzeit von 178 Minuten (knapp 3 Stunden) notiert.

Nach dem Entladen des Akkus musste das Toshiba Portégé R830-10V wieder zurück an die Steckdose. Der Ladevorgang dauerte jedoch extrem lange und war erst nach fast fünf Stunden (297 Minuten) abgeschlossen.

Auch bei den Benchmark-Programmen zeigt sich, wie gut die Hardware des Toshiba-Notebooks arbeitet. Core i7 2620M und SSD können viele Punkte sammeln und liegen verglichen mit den bislang von ITespresso.de getesteten 13-Zoll-Notebooks im Spitzenbereich. Die Transferwerte des SSD-Modules liegen mit 201 MByte/s (Lesen) und 163 MByte/s (Schreiben) auf dem erwarteten guten Niveau und deutlich über denen einer mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotierenden Festplatte.

Einzige Bremse im System ist die integrierte Grafik des Prozessors.

Ergonomie

Das Arbeiten mit dem Toshiba Portégé R830-10V ist im Test sehr angenehm. Auch unterwegs spürt man das Gewicht kaum. Als störend wird nur der schwere und dicke Akku bemängelt, der – zugegebenermaßen – sehr lange durchhält.

Im simulierten Stresstest, bei dem gleichzeitig mehrere rechenintensive Programme laufen, steigt die Temperatur der CPU bis 100 Grad Celsius an. Der Grundtakt von 2,7 GHz wird dabei jedoch nicht unterschritten. Anfänglich werden einzelne Kerne der Core i7-2620M noch übertaktet, jedoch bei Zunahme der Kerntemperaturen kann der Prozessor die Turbo-Boost-Technology nicht mehr nutzen.

Der Luftstrom, der über die seitliche Öffnungen entweicht, war teilweise unangenehm heiß. In einem Abstand von zehn Zentimetern messen wir 56 Grad Celsius. Der Lüfter, der für den Abtransport der Wärme eingesetzt wird, muss im Stresstest deutlich mehr leisten und gibt stellenweise ein unangenehmes und hochfrequentes Geräusch von sich, das allerdings nur in unmittelbarer Nähe zum Gerät zu hören ist. Bereits im Abstand von 1 Meter verliert es sich im Raum.

Fazit

Das Toshiba Portégé R830-10V verfehlt nur knapp das Gesamturteil »sehr gut«, vor allem die Leistung und die Akkulaufzeit gefallen. Wer bereit ist, knapp 2400 Euro zu investieren, erhält ein Notebook der Oberklasse, das mit 1,6 Kilogramm und 13,3 Zoll gut zu transportieren ist und fast zehn Stunden durchhält, bevor es wieder an die Steckdose muss.
ITespresso.de-Logo Gut
Portégé R830-10V
Hersteller: Toshiba
Internet: de.computers.toshiba-europe.com
Preis: 2399 Euro

Note: gut
Leistung (20%): sehr gut
Ausstattung (20%): gut
Akku-Laufzeit (20%): sehr gut
Bedienung (20%): gut
Ergonomie (15%): gut
Service (5%): befriedigend

Technische Daten
Prozessor: Intel Core i7-2620M Prozessor der zweiten Generation (2,7 GHz max. 3.4 GHz, 2 Cores, 4 Threads, 4 MByte Cache), Fertigung: 32 nm, Intel vPro Technology
Chipsatz: Intel HM65 Express
Grafik: Intel HD Graphics 3000, GPU-Takt: 350 MHz
Arbeitsspeicher: 2 x 4 GByte (Samsung DDR3-1333, 667 MHz), 2 S0-Dimm-Slot (0 frei)
Solid State Drive: 2,5-Zoll 256 GByte, SATA-II
Optisches Laufwerk: CD/DVD-Brenner MATSHITA DVD-RAM UJ8A2ES
Speicherkartenleser: SD, SDHC, SDXC, MMC

Display: 13,3 Zoll (33,8 cm), LED-Hintergrundbeleuchtung, matt
Display-Auflösung: 1366 x 768 Pixel, Seitenverhältnis 16:9
Video-Ausgang: VGA, HDMI (max. 2048 x 1536)
Webcam: VGA, 0,3 Megapixel

Tastatur: 87 Tasten
Netzwerk: WLAN (802.11 a/b/g/n), Gigabit Ethernet (10/100/1000 Mbit/s), Bluetooth 3.0 + HS
Mobility: 3G/UMTS / HSPA / GSM
Fingerprint-Sensor: ja
Schnittstellen: 1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0, 1 x eSATA/USB-Combo, Kopfhörer, Mikrofon, HDMI, VGA
Touchpad: Multi-Touch mit Multi-Touch Gestensteuerung, abschaltbar
Audio: Intel High Definition Audio, 2 x Stereo Lautsprecher

Abmessungen: 316 x 227 x 18,3 – 44,1 mm
Gewicht: 1640 g (inkl. Akku)
Akku: Lithium-Ionen, 9 Zellen

Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Professional 64-bit
Software: Bluetooth Stack, Bluetooth Monitor, Disc Creator, Gesichtserkennungssoftware, Toshiba Value Added Package (Toshiba Power Saver, Toshiba Zooming Utility, Toshiba PC Diagnostic Tool, McAfee Internet Security (30 Tage), Nero 9 Essentials, Nero BackItUp & Burn Autobackup Essentials, Microsoft Word und Excel (eingeschränkter Funktionalität)

Messergebnisse
PC Mark 05: 11650 (CPU: 9854, Speicher: 10499, Grafik: 5439, HDD: 34971)
PC Mark 07: 3917
PC Mark Vantage: Score 12454 (Memory: 6909, TV & Movie: 5120, Gaming: 8345, Music: 14045; Communication: 13538, Productivity: 14210, HDD: 24619)
3D Mark: V03: 11677, V05: 8591, V06: 5047

Cinebench 10 32-bit: 4390 (1 CPU Rendering), 9566 (x CPU Rendering), 6199(OpenGL)
Cinebench 10 64-bit: 5441 (1 CPU Rendering), 11298 (x CPU Rendering), 6372 (OpenGL)
Cinebench 11.5: 32-Bit: 2.83 (CPU), 11.28(OpenGL) 64-Bit: 3.0 (CPU), 11.33 (OpenGL)

HD Tune: 168,2 MByte/s (max), 162,7MByte/s (Burst), Zugriffszeit: 0.213 Millisekunden
AS SSD: ISO 145,03 MB/s, Programm 63,49 MB/s, Spiel: 110,64 MB/s
AS SSD: Seq-Lesen: 201,66 MB/s, Seq-Schreiben: 163,92
AS SSD: Zugriffszeiten Lesen: 0,256 ms, Schreiben: 1,053 ms

Akku-Laufzeit
579 Minuten (Web & Office, WLAN on)
237 Minuten (HD-Video Playback H.264, WLAN off)
178 Minuten (Last, all on)
297 Minuten (Aku Laden)

Toshiba Portégé R830-10V