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Sechs Tipps für die Katastrophe

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Der IT-Konzern IBM gibt Unternehmen Tipps, wie diese Daten und Geschäftsbetrieb im Fall von Katastrophen schützen können. Die Grundregeln könnten auch in Regionen hilfreich sein, die nicht von Erdbeben oder Wirbelstürmen bedroht sind.

Derzeit vergeht kaum ein Monat ohne eine neue Naturkatastrophe. Siehe etwa der Hurrikan Irene, der gerade New York lahmgelegt und Teile der US-Ostküste verwüstet hat. Der IT-Riese IBM sorgt sich nun um die Datensicherheit bei seinen Kunden und gibt Tipps, wie diese im Falle einer Katastrophe ihr Unternehmen schützen können.

Natürlich geht es dabei letztlich auch darum, die Aufmerksamkeit auf IBM-Dienstleistungen und -Produkte zu lenken, vor allem auf die Cloud-Computing-Dienste. Denn da sind im Falle einer Katastrophe die Daten erst mal sicher aufgehoben, vorausgesetzt, der Cloud-Anbieter hat selbst klug Vorsorge für Krisen getroffen.

Trotzdem mögen die Tipps ganz hilfreich sein, auch in Regionen, in denen Erdbeben und Wirbelstürme in der Regel keinen sehr großen Schaden anrichten können.

Das sind die sechs Tipps von IBM:

Backup-Plan überprüfen

Überprüfen Sie, ob alle Backups sich an einem sicheren Ort befinden und im Falle einer Katastrophe leicht zugänglich sind, am besten außerhalb des Firmengebäudes. Unter Umständen ist die Nutzung eines Cloud-Dienstes für die Speicherung wichtiger Daten sinnvoll.

Mitarbeiter und deren Familien schützen

Überlegen Sie, wie Sie Mitarbeiter und deren Familien in Sicherheit bringen können, und wie Sie im Notfall unter Umständen auch finanzielle Hilfe leisten können.

Kommunikation mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern sichern

Bauen Sie verschiedene Kommunikationskanäle auf, um mit ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern im Krisenfall sprechen zu können. Testen Sie diese Kommunikationskanäle.

Domino-Effekt beachten

Naturkatastrophen wie Stürme oder Überschwemmungen können Nebeneffekte verursachen wie beispielsweise Stromausfälle oder den Ausfall von Telekommunikationsleitungen. Auch darauf gilt es vorbereitet zu sein.

Auf lange Krisen einrichten

Selbst, wenn der Sturm nur zehn Stunden dauert, kann die durch ihn verursachte Unterbrechung der Stromversorgung oder des normalen Geschäftsbetriebs doch sehr viel länger anhalten. Manager sollten deshalb einen Plan haben, wie sie zurecht kommen, wenn wichtige Mitarbeiter oder Geschäftspartner für zwei oder drei Wochen ausfallen.

Sicherheit der Geschäftspartner beachten

Jede Firma ist Teil einer Kette von Lieferanten, Produzenten und externen Dienstleistern. Auch wenn der Betrieb alle Daten gesichert und die Krise ohne größere Blessuren überstanden hat, kann es beispielsweise einen Lieferanten hart getroffen haben. Achten Sie deshalb darauf, ob auch die Partner, die in der Kette vor und hinter Ihrem Unternehmen arbeiten, einen entsprechenden Katastrophenschutz haben.

IT-Grundschutz-Infos vom BSI

Wer sich unabhängig von IBM oder anderen Herstellern über den Schutz des Geschäftsbetriebs und der Daten in Krisen informieren will, sollte die Website des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik konsultieren und sich die Informationen zum Thema »IT-Grundschutz« ansehen.

Da gibt es beispielsweise ein PDF-Dokument zum kostenlosen Download. Das 123-seitige Werk »BSI Standard 100-4 Notfallmanagement« instruiert mit bürokratischer Gründlichkeit über alle sinnvollen Vorgehensweisen im Falle von Krisen.