Telekommunikations-Unternehmen setzen 100 Millionen US-Dollar gegen Google

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Der Trend des Einkaufen per Smartphone führt zum Finanz-Showdown zwischen Google und Telekommunikations-Unternehmen: In den USA haben sich AT&T, Verizon Wireless und T-Mobile verbündet, um etwas gegen Googles Bezahlsystem setzen zu können.

Das Joint Venture »Isis« der Telekommunikations-Unternehmen will sich Googles Handy-Zahlsystem entgegenstellen. Die Mobilfunk-Shopping-Initiative investiert 100 Millionen Dollar, berichtet Wirtschaftsdienst Bloomberg. Die Telecom-Carrier hätten das Joint Venture gestartet, um ihren Teil des Marktes für den mobilen Kommerz zu erobern. Schließlich sei der Markt dafür bis 2015 schon 670 Milliarden Dollar Umsatzvolumen groß, behauptet Juniper Research.

Wenn das System der Telecom-Giganten Anhänger finde, würden die Carrier noch hunderte von Millionen investieren, um gegenüber Googles frühen Schritten in diesem Markt aufzuholen. Google hatte bereits im März begonnen, sein System zur »Near-Field-Communication«  mit Händlern zu testen.

Und schon im laufenden Jahr sei mit einem Umsatzvolumen von 240 Milliarden nur durch mobilen Kommerz zu rechnen, schreibt Juniper Research in seinem aktuellen Marktbericht.

Nachdem Google bereits Kooperationen mit Kreditkarten-Unternehmen und Banken und mit zahlreichen Händlern aufgebaut hat und zudem schon zahlreiche Smartphones mit Android ab Version 2.3 (mit NFC-Technik für das mobile Zahlen) auf dem Markt sind, dürfte es für die Telekommunikations-Anbieter schwer werden, noch Fuß zu fassen.

Auch Apple und Samsung haben entsprechende Techniken entwickelt – doch so aggressiv wie Google haben sie sich noch nicht im Handel und dem Bankensektor breitgemacht. Die Einzigen, denen es aufgrund ihrer Marktdurchdringung noch glücken könnte, mitzuhalten, sind tatsächlich die Telekommunikations-Unternehmen.

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