Kaum Widersprüche gegen Bing Maps Streetside

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War die Aufregung noch groß, als Google im vergangenen Jahr deutsche Straßenzüge für seinen Dienst Streetview fotografierte, so weht Microsoft nun beim Konkurrenzangebot Streetside ein viel schwächerer Wind entgegen.

Nicht nur Datenschützer und Politik gingen gegen Google auf die Barrikaden, auch die Bevölkerung wollte ihre Häuser nicht abgelichtet sehen und machte ihrem Unmut mit fast 250 000 Widersprüchen Luft. Die Aufregung hat sich nun gelegt, so dass Microsoft seinen Dienst Bing Maps Streetside relativ unbeschwert starten kann. Seit Mai fotografiert man Straßenzüge und nimmt seit Anfang August Widersprüche entgegen – bislang waren es nur etwa 40 000, wie Der Spiegel berichtet.

Man hatte mit deutlich mehr gerechnet, sagte Thomas Kranig, Präsident des bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht, dem Nachrichtenmagazin, doch es herrsche »fast tote Hose«, die Gemüter hätten sich beruhigt. Bei Microsoft meint man, man habe von Google Street View profitiert – dort hätten die Menschen sich einen solchen Dienst genau anschauen können und würden jetzt eine eigene »sachliche Risiko-Nutzen-Abwägung« vornehmen.