Fast ausgestorbener Virus taucht wieder auf

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Der Tschernobyl-Virus, der als nahezu ausgestorben galt, ist wieder aufgetaucht. Der Schädling, der in den 90er-Jahren Aufsehen erregte, weil er auch Hardware schädigen kann, versteckte sich nun wieder hinter einem Microsoft-File-Transfer-Protokoll.

Bitdefender-Analyst Bogdan Botezatu war überrascht, als er bei der Suche nach einem Grafiktreiber einen alten Bekannten wiederentdeckte: CIH, auch Tschernobyl-Virus genannt, gehört zu den Malware-Klassikern wie Melissa und Iloveyou, meint Antiiren-Experte Bitdefender. Der Schädling befiel Exe-Dateien und überschrieb Inhalte auf Festplatten, um schließlich noch das BIOS des Rechners zu überschreiben.  PCs konnten danach natürlich nicht mehr neugestartet werden.

Neuere Rechner mit modernen Betriebssystemen seien inzwischen zwar kaum mehr anfällig für CIH, doch dass sich der ausgestorben geglaubte Virus noch nach Jahren im Internet verstecken konnte, war tatsächlich eine unwillkommene Überraschung. Der Hersteller des Antivirenprogramms spricht von »unentdeckten Landminen, die auch nach langer Zeit noch gefährlich werden können«.

Kurzum: Administratoren sollten wieder einmal alle Rechner im Unternehmen durchscannen, denn auf so manchem könnte immer noch derartiger Sprengstoff lagern.

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