Google legt Streit mit US-Justizministerium durch Zahlung von 500 Millionen Dollar bei

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Im Mai legte Google 500 Millionen Dollar wegen einer Untersuchung des US-Justizministeriums zur Seite. Nun ist klar worum es ging: der Suchmaschinenbetreiber hatte Anzeigen kanadischer Apotheken eingeblendet, die illegal verschreibungspflichtige Medikamente in die USA lieferten.

Wie das US-Justizministerium mitteilt, stellt man die Ermittlungen gegen Zahlung von 500 Millionen Dollar ein. Dies soll ungefähr der Summe entsprechen, die Google mit den Anzeigenschaltungen und die Apotheken mit dem Versand der Medikamente verdienten.

Laut der Behörde wusste Google seit 2003 von den Anzeigenschaltungen. Der Suchmaschinenbetreiber habe ähnliche Werbung von Apotheken anderer Ländern unterbunden, nur kanadische Anbieter konnten weiterhin Anzeigen für US-Kunden schalten. Erst 2009, als man von den Ermittlungen erfuhr, sei man auch hier aktiv geworden.

Die unkontrollierte Einfuhr verschreibungspflichtiger Medikamente in die USA ist illegal. Das US-Justizministerium wirft Google vor, die kanadischen Apotheken mit seinem Adwords-Programm bei ihrem illegalen Treiben unterstützt und sogar bei der Optimierung ihrer Kampagnen geholfen zu haben. Neben der Zahlung von 500 Millionen Dollar hat sich Google auch verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern.