Apple-Schock: Steve Jobs sagt Ade zu seinem Chefsessel

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Nach seinen krankheitsbedingten Auszeiten war es eigentlich absehbar, dass Jobs seinen Job nicht mehr lange wird machen wollen, doch nun legt er unvermittelt das Chefzepter offiziell in die Hände eines Nachfolgers.

Erst zwang ein US-Gericht Steve Jobs zur Aussage bezüglich der iTunes-Abschottung, dann verlor man noch den Chefentwickler des Mac-OS-X-Betriebssystemteams und nun geht der Chef und Mitbegründer höchstselbst – quasi in den Vorruhestand. Wobei es kein totaler Abschied wird, denn Jobs wechselt vom anstrengenden CEO-Posten auf einen gut gepolsterten Direktorensessel. Genauer wird er Chairman des Board of Directors (Aufsichtsratsvorsitzender). Da hat man noch genügend Gestaltungsfreiraum und Lenkungsgewalt, muss sich aber nicht um das lästige Tagesgeschäft kümmern. Das übernimmt erwartungsgemäß der bisherige Chief Operating Officer (COO) Tim Cook. Er sprang schon zuvor zweimal für Jobs als Interimschef ein. Seit 13 Jahren arbeitet er bereits bei Apple.

Seit 2003 kämpft Jobs gegen Leberkrebs und unterzog sich auch schon einer Lebertransplantation. »Ich habe immer gesagt, wenn der Tag kommt, an dem ich nicht mehr länger meine Pflichten und die Erwartungen an mich voll erfüllen kann, dann werde ich den CEO-Posten räumen«, sagt Jobs in seinem offiziellen Abschiedsbrief.

»Wenn man eine Ikone von einem Unternehmensführer hat, dann geht der Wechsel wohl kaum nahtlos vonstatten. Das ist so wie der Weggang von Bill Gates bei Microsoft oder Tom Watson Jr. bei IBM«, merkt Branchenkenner Rob Enderle (Enderle Group) an.

(Foto: Gizmodo.de)