HP verklagt AU Optronics wegen Preisabsprachen

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Nach Europa sollen sich die taiwanischen LCD-Produzenten auch in den USA bemüht haben, die Marktpreise für LC-Bildschirme abzustimmen.

In der Europäischen Union war eine ganze Clique von asiatischen Flachbildschirmherstellern wegen illegaler Preisabsprachen aufgeflogen (wir berichteten), weshalb die EU-Kommission gegen Hersteller und Zulieferer im Dezember insgesamt Strafzahlungen von knapp 650 Millionen Euro verhängt hatte. Hewlett Packard vermutet ähnliche Vorgänge in Nordamerika und stieß soeben in Nordkalifornien ein Verfahren an, das sich zunächst namentlich gegen Taiwans LCD-Hersteller AU Optronics richtet. Jener war auch schon im EU-Verfahren betroffen.

Laut dem Wirtschaftsnachrichtendienst Reuters bestätigte der zuständige HP-Manager für die Display-Sparte die Anklage, die sich damit an die Untersuchungen der koreanischen Handelskommission anschließt, welche AU Optronics und einige andere LCD-Hersteller aus Taiwan und Japan (Chimei Innolux, Hannastar Display, Chunghwa Picture Tubes, Samsung, LG Display und Sharp) der Preisabsprache verdächtigt.

Voriges Jahr hatte auch schon das US-Justizministerium Manager von AU Optronics im Visier, da sie sich angeblich jahrelang heimlich mit Vertretern der Industrie zu solchen Produktions- und Preisabsprachen getroffen hatten. Beobachter vermuten, dass es hier am Ende zu einer außergerichtlichen Einigung kommt. Das ist HP offenbar zu wenig, darum wird mit der Klage nun mehr Druck aufgebaut.