Geld durch Apps: Vodafone erweitert Google-Partnerschaft

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Wer einen Mobilfunkvertrag mit Vodafone hat, muss bei Nutzung des Android-Market durch ein Android-Smartphone zukünftig keine Kreditkarten-Daten mehr im Shop eingeben – die Zusatzkosten werden über Vodafones Telefonrechnung beglichen. Die Mobilfunkfirma teilt sich in einem Einnahmen-Sharing das Geld mit Google.

Auf den Vodafone-Webseiten ist wie so oft die Mitteilung zum Thema noch nicht online, doch Wirtschaftsdienst Bloomberg hat es von Vodafone Großbritannien bereits gehört: Der schon existierende Android-Rechnungs-Deal zwischen Telekommunikations- und Online-Firma wird erweitert. Dies gilt für Deutschland und Großbritannien.

Vodafone habe durch die Onlineshops, die am Telekom-Unternehmen vorbeilaufen, ein wenig die Kontrolle über den Zusatzverdienst mit Content verloren, schreibt Bloomberg. Der Google-Deal sei nur einer von mehreren, die Vodafone schließen wolle, denn auch mit Microsoft habe man bei Vodafone bereits Kontakt aufgenommen – um auch die Windows-Phone-Telefone in den erwarteten Geldsegen mit einzubeziehen. Langfristig wolle der Telekommunikationsriese derartige Geschäfte auch mit anderen Appstore-Anbietern eingehen.

Man wolle bei den Telekommunikations-Unternehmen mit Inhalten, Spielen, Unterhaltungs- und Arbeits-Anwendungen wieder Geld verdienen, erklärte das Consulting-Unternehmen Booz&Co gegenüber dem Wirtschaftsdienst.  Booz nennt die Milliarden-Dollar-Einkünfte, die Telecom-Firmen bisher an AppStores wie den von Apple verloren hatten. Bis 2014 soll dieser Markt auf 40 Milliarden US-Dollars Umsatz steigen – kein Wunder, dass die klassischen Handy-Operatoren ihren Anteil daran verdienen wollen.

Google habe bereits  mit anderen Telekommunikationskonzernen wie AT&T in den USA und Softbank in Japan entsprechende Geschäfte abgeschlossen. Apple wolle alles alleine einnehmen und habe noch keine derartigen Deals.

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