Facebook überarbeitet Datenschutzeinstellungen

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Waren die Einstellungen zur Datenfreigabe bislang tief in den Facebook-Einstellungen versteckt, so will sie das soziale Netzwerk nun hervorholen und dort anzeigen, wo der Nutzer neue Status-Nachrichten absetzt und Fotos hochlädt. Google+ lässt grüßen.

Mit einer Reihe von Neuerungen, die gestern per Blog-Post angekündigt wurden, will Facebook seinen Nutzern mehr Möglichkeiten an die Hand geben, festzulegen, wer welche ihrer Inhalte sehen darf. Direkt im Profil gibt es nun zu jeder Angabe ein ein kleines Pull-Down-Menü, um die Daten für die Öffentlichkeit, für alle oder nur ausgewählte Facebook-Freunde freizugeben. Dieses findet sich auch beim Absetzen von Status-Updates und beim Hochladen von Fotos. Die vorgenommenen Freigabe-Einstellungen sind nicht für die Ewigkeit gedacht und sollen sich jederzeit ändern lassen, verspricht Facebook.

Gab es bislang die Möglichkeit, bei Status-Updates den aktuellen Standort mitzuteilen, nur für Nutzer der Smartphone-App, so können die Nutzer dies nun auch über die ganz normale Webversion von Facebook tun. Ähnlich wie bei Twitter befindet sich dafür ein kleines Icon unterhalb des Eingabefeldes, das Ortsinformationen hinzufügt.

Wer auf Fotos getaggt wird, kann dies künftig bestätigen oder ablehnen. Dafür können nun jedoch alle Nutzer andere Nutzer taggen und nicht mehr nur Facebook-Freunde.

Bisher war es für Facebook-Nutzer recht schwierig nachzuvollziehen, wie ihr Profil für andere Nutzer aussah, welche Informationen freigegeben waren. Hierfür rüstet Facebook nun die Funktion View Profile as… nach, mit der sich überprüfen lässt, wie ein Facebook-Profil angezeigt wird, wenn es ein Freund oder ein nicht befreundeter Facebook-Nutzer aufruft.

Die neuen Einstellmöglichkeiten sollen in den nächsten Tagen ausgerollt werden und dann automatisch auf den Facebook-Seiten der Nutzer erscheinen. Einiges erinnert stark an Google+, wo die Nutzer ebenfalls direkt beim Einstellen neuer Inhalte festlegen können, wer diese sehen darf.