In Amerika legt der Mac-Verkauf satte 26 Prozent zu

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Wirtschaftskrise? Jedenfalls gibt es noch genügend US-Bürger, die Konto oder Kreditkarte belasten, um sich einen funkelnden neuen Apple zu leisten. Der Juli sah Mac-Rekordzahlen.

Die Veröffentlichung des neuen Betriebssystems OS X Lion hatte natürlich einen gehörigen Anteil am plötzlichen Apple-Boom, denn ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Juli sind schon ein stolzer Sprung. Die Auswertung lieferten gerade die Marktforscher von NPD Data an. Im Vorjahr lag das Mac-Wachstum noch bei 14 Prozent, womit also Lion allein für die Hälfte des Aufschwungs sorgt.

Der bekannte IT-Analyst Gene Munster von Piper Jaffray schätzt, dass Apple somit die Quartalsprognose von 4,5 Millionen Mac-Systemen (Desktops und Notebooks) wird erfüllen können.  Das wäre ein neuer Rekord. »Abgesehen vom frischen Betriebgssystem machen sich auch die überarbeiteten MacBook Air und Mac-Mini-Modelle positiv bemerkbar«, glaubt Munster. Im Herbst werde sich aber der Rückenwind für Apple etwas abschwächen und das Monatswachstum wieder unter 20 Prozent fallen. Das sind allerdings Werte, von denen PC-Hersteller momentan nur träumen.

NPD Data meldet noch für Juli, dass Apple auch ein wachsendes Sorgenkind im Bestand habe: Die iPod-Verkäufe gingen im Vergleich zu 2010 um 15 Prozent abwärts. Allerdings merkt Munster an, dass der Hersteller hier noch Glück im Unglück habe, denn seine Firma hatte ursprünglich ein Minus von 24 Prozent bei den iPod-Modellen prognostiziert. Momentan sehe es danach aus, dass Apple im laufenden Quartal zwischen 7,2 und 7,7 Millionen Player wird verkaufen können. Wohlgemerkt: Nur in den USA.