HP verramscht Touchpad für 99 Dollar

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Auf seine letzten Tage wird das HP Touchpad tatsächlich noch zum Verkaufsschlager. Der Grund: HP verramscht das Tablet in den USA für 99 Dollar.

Mit dem Abschied von WebOS stellte sich die Frage, was HP mit seinem Touchpad macht. Die Antwort lieferte das Unternehmen am Wochenende: möglichst schnell abverkaufen. Die Version mit 16 GByte bot HP im hauseigenen Online-Shop für gerade mal 99 Dollar an – sie war in kuerzester Zeit ausverkauft.

Bis nach Deutschland hat sich die Preissenkung noch nicht durchgeschlagen und auch in den USA kostet das Tablet zumeist noch über 400 Dollar. Nur einzelne Händler haben den Preis bislang gesenkt – und sind ihre Bestände damit schnell losgeworden. Sears beispielsweise, wo es die Version mit 32 GByte für 150 Dollar gab, meldet ebenfalls »Ausverkauft«. Offenbar lassen sich viele Kunden von der Aussicht auf ein günstiges Tablet locken, auch wenn dessen Betriebssystem vor einer ungewissen Zukunft steht und das recht überschaubare Angebot an Apps kaum noch wachsen dürfte.

Wer sich zum Kauf entscheidet, erhält ein Tablet mit 9,7 Zoll und einer Display-Auflösung von 1024 x 768 Pixeln, das 740 Gramm wiegt. Für den Antrieb sorgt ein Snapdragon-Prozessor mit 1,2 GHz. An Funktechnologien sind WLAN nach 802.11b/g/n und Bluetooth 2.1 + EDR an Bord, jedoch kein 3G-Mobilfunk. Die 3G-Version des Touchpads sollte ursprünglich später im Jahr auf den Markt kommen, doch diese Pläne dürften nun auch hinfällig sein.

Als mögliche Betriebssystem-Alternative für das Touchpad kommt möglicherweise bald ein Android-Ableger infrage, denn die Community ist bereits dabei, Googles Mobilbetriebssystem auf das HP-Tablet zu portieren. Die Touchdroid genannte Android-Variante basiert allerdings nicht auf dem für Tablets optimierten Honeycomb, sondern auf Gingerbread, das eher für Smartphones gedacht ist.