Datenschutzzentrum: Facebook-Buttons verstoßen gegen den Datenschutz

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Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein fordert alle Webbetreiber auf, den Facebook-Like-Button aus ihren Seiten zu entfernen. Wer die Facebook-Daten nutze, verstoße damit gegen mehrere Gesetze.

Nach »eingehender technischer und rechtlicher Analyse« geht das Datenschutzzentrum davon aus, dass Webseitenbetreiber durch Bereitstellung des Like-Buttons Verkehrs- und Inhaltsdaten  in die USA senden. Und wer dann noch die Facebook-Reichweitenanalyse nutze, müsse damit rechnen, dass die Nutzer des Like-Buttons zwei Jahre lang von Facebook getrackt würden und das US-Unternehmen eine personifizierte Profilbildung vornehme. Das wiederum verstoße gegen deutsches und europ^äisches Datenschutzrecht.

Alleine das Ermöglichen solcher Tracking-Funktionen verstoße schon »gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH)«, kritisiert das ULD.

Die Organisation gibt den Nutzern den Ratschlag, ihre Finger vom  Anklicken der Social-Media-Plugins zu lassen und keinen Facebook-Account anzulegen.

Betreiber in Schleswig-Holstein haben eine Frist bis Ende September, um die Facebook-Funktionen zu entfernen – sonst würde das ULD rechtliche Schritte einleiten. Bei öffentlichen Stellen könnten Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen könnten Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG angestrengt werden. Die maximale Bußgeldhöhe liege bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro, merkt das Datenschutzzentrum an.

(Quelle kleines Bild oben: Spectral-Design – Fotolia.com. Großes Bild Mitte: eweekeurope.com )

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