Oracle will Datenbank-Kunden für Hardware erwärmen

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Jene Unternehmenskunden mit Oracle-Datenbanken und weiteren Softwarelösungen des Hauses sollen nun klar gemacht werden, dass es Vorteile hätte, nun auch die Sun-Server-Hardware von Oracle zu beziehen.

Bislang hatte sich der Softwarekonzern höflich zurückgehalten und die Altkunden nach seiner Übernahme von Sun Microsystems nicht zu einem Systemumstieg gedrängt. Diese Tür wird nun bewusst aufgestoßen: Oracle möchte offensiv Hardware/Software-Kombis verkaufen und lockt mit Kosten- und Performance-Vorteilen.

Auf einem Event in San Francisco wurde diese Offensive offiziell angekündigt. Man möchte die Unternehmenskunden dazu bringen, ihren bisherigen Plattformen von Fremdherstellern den Rücken zu kehren und Middleware, Firmenlösungen und Sun Server als Komplettpaket von Oracle zu beziehen.
»Das ergibt Geschwindigkeitsvorteile. Außerdem haben sie dann nur noch einen Ansprechpartner, wenn es um Sicherheit oder Support geht«, wirbt David Simmons, Direktor der Sun Sparc Server Sparte. Und weiter: »Wir wissen, dass Kunden natürlich Auswahl brauchen. Daher offerieren wir ein ganzes Portfolio von guten Lösungen.«

Beim Beispiel Cloud Computing könne ein Kunde Oracles Exadata Server mit der Private Database Cloud kombinieren und somit binnen weniger Tage ein Shared-Database-System entwickeln und in Stellung bringen. Branchen-Analysten bewerten diesen Ansatz als knifflig und dem Kunden schwer zu vermitteln, denn die möchten prinzipiell ungern mit ihrem gesamten Rechenzentrum nur von einem Anbieter abhängig werden. »Bei Firmenkunden konnte ich kaum jemals den Wunsch entdecken, dass man alles gerne aus einer Hand beziehen würde. Im Gegenteil, die Unternehmen mögen es nicht, wenn man ihnen erzählen will, mit wem sie sich einlassen sollen und mit wem nicht. Im Rechenzentrum ist Variantenreichtum das Gewürz des Lebens«, argumentiert Charles King, Chefanalyst bei Pund-IT.