Intel investiert 300 Millionen in seine Ultrabooks

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Ein neuer Geldtopf des Chipgiganten wurde speziell dafür geschaffen, Innovation rund um seine neue Produktkategorie der ultradünnen Rechner voranzubringen.

Eine Ankündigung von Intel Capital von Mittwoch Abend ist die neueste Aktion, mit der der Finanzarm des Unternehmens seine Ultrabooks auf dem Markt etablieren will, berichtet das Wall-Street-Journal.

Die Idee hinter dem Geldsegen sei, in solche Unternehmen zu investieren, die Ultrabook-relevante Techniken wie Sensoren oder Hardware für Touchsysteme oder auch entsprechende Software entwickeln.

Intel gibt offen zu, dass die Ultrabook-Idee von Apple und speziell von dessen MacBook inspiriert ist: »Wenn Sie ein extradünnes Design erwarten, hätten sie dazu bisher einen Mac gebraucht«, sagte Greg Welch, Leiter von Intels Ultrabook-Gruppe, die dieses Mac-Design-Gefühl auf den PC-Markt übertragen will.

Man wolle dabei erst einmal nur Minderheitsanteile der innovativen Unternehmen kaufen, erklärt Intel Capitals Mann für Mobil-Investitionen, David Flanagan. Man hoffe, mit diesen 300 Millionen Dollar schon in der zweiten Hälfte des Jahres einige gute Geschäfte abgeschlossen zu haben.

So kämpft Intel mit Geld darum, die neue Kategorie der Ultrabooks erfolgreich zu machen und kontert damit Acer-Gründer Stan Shih, der solche Produktkategorien wie die Ultrabooks nur für Modeerscheinungen hält. An der vorherigen »Mode« der Netbooks allerdings hat Intel mit seinen Atom-Chips schon einmal profitiert. Und um die Träume des Chipriesen von ultradünnen und trotzdem robusten Windows-Notebooks zu erfüllen, haben die Auftragshersteller schon in die Trickkiste gegriffen: Die geplant eleganten Ultradünn-Gehäuse können auch mit Glasfasern hergestellt werden  und müssen nicht auf die teueren Aluminium-Magnesium-Legierungen zugreifen. Kein Wunder: Der Großteil von deren Produktionskapazitäten ist ohnehin an Apple verbucht.

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