Forscher entwickeln Haptik für Touchscreens

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Mit Hilfe eines neuen Chips sollen Signale an die Berührungspunkte von Touchscreens gesendet werden, um dem Nutzer ein taktiles Feedback zu geben. So lassen sich auch virtuelle Tastaturen spüren.

Das britische Unternehmen HiWave entwickelte einen Chip namens HIHS9002, der Signale an die Koordinaten der Touchscreen-Berührungsstelle sendet. Die notwendigen »Haptics Transducers« oder »Exciter products« sind kleine Erweiterungen in den Displays, die mit Hilfe von Treiber-Software Bewegungsimpulse an die Anzeigen schicken sowie entsprechende Töne ausgeben – etwa solche für das Klicken einer Taste. Das Senden von Informationen an Lautsprecher sei auf diese Weise nicht mehr nötig, beschreibt das Unternehmen seine Technik. Der Bildschirm selbst ertönt dann. Jetzt seien die Produkte lieferbar, berichtet das Unternehmen.

Die »Exciter« sind für den Einbau in Touchscreens bis zu 19 Zoll Größe produziert. Die richtigen und passenden Vibrationen und Töne zu erzeugen, hänge sehr von der Anwendung und von der Oberfläche ab. Die optimale Position einer solchen Vibration samt ihrer Form und dem zugehörigen Sound  sei zudem mathematisch sehr komplex, beschreibt HiWave seine Spezialität.

Das alles sei wiederum in mehreren Patenten niedergelegt worden. Diese müssen dann etwa die interessierten Hersteller von Tablets lizenzieren, wenn sie die »Exciter« selber produzieren wollen. HiWave hofft offenbar, die Produkte selbst an die Hersteller verkaufen zu können: Erste Samples kosten 4 Dollar pro Stück – in Tausender-Quantitäten.

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