SaaS-Optimierung: Riverbed kooperiert mit Akamai

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Die WAN- und Application-Delivery-Optimierung von Riverbed wird mit der Internet-Netzwerkoptimierung von Akamai in ein gemeinsames Produkt gelegt. Beide Unternehmen verkaufen die gemeinsame Lösung, die erst 2012 starten soll.

Riverbed existiert seit 2002 und liefert seit 2004 seine eigene Appliance zur Optimierung von Zugriffen auf Daten und Anwendungen in weltweiten Netzen aus. Venugopal Pai, Vizepäsident für globale Allianzen bei Riverbed, erklärte ITespresso.de die Funktionsweisen der eigenen Appliance »Steelhead« und die neue Zusammenarbeit mit Akamai.

Akamai hat weltweit Cache-Server verteilt und sich dem Load Balancing im weltweiten Netz verschrieben, um die Zugriffs-Latenzzeit auf Rechenzentren und Internet-Seiten zu verkürzen. Riverbed dagegen optimiert schon vor der Datenübertragung die Datenpakete, die dann ausgeliefert werden. Während also Riverbed sich bisher eher mit Anwendungs- und Protokoll-Optimierung beschäftigte, um die Auslieferungszeit von Informationen zu verkürzen,  hat sich Akamai auf die Netzwerk-Optimierung  im Internet konzentriert.  84.000 Server in 72 Ländern sollen Zugriffe auf Rechenzentren und Internet-Anwendungen optimieren.

Riverbed untersucht zunächst die Datenprotokolle von verschiedenen Netzwerk- und Softwareprodukten und arbeitet schon auf Netzwerk-Ebene mit Datendeduplizierung, um die Datenpakete zu verkleinern. Pai erklärt den Unterschied zur Deduplizierung bei Storage-Produkten: »Während Speicherlösungen auf Block-Ebene laufen, setzen wir die Dedup-Technik schon tiefer auf Protokoll-Ebene an« – man habe dazu schon fast alle existierenden Datenpaket-Typen auseinandergenommen, um sie zu optimieren. Derzeit arbeite man auch an der Optimierung des Internetpotokolls IPv6.

Insbesondere bei zunehmender Auslagerung von Softwaredienstleistung in die Cloud sei eine nochmalige Optimierung im weltweiten Netz auf Internet-Ebene sinnvoll. Auch die Amazon Web Services würden mit Riverbeds Lösungen optimiert. Wenn derartige Dienste ganz ausfallen wie vor Kurzem, könne man Daten nur retten, indem man ihre Speicherzeit weiter verkürze. Denn: Was weggespeichert ist, ist schon mal weg. Und Akamais Server können durchaus noch Daten im Zwischenspeicher behalten – an der Überbrückung von Ausfallzeiten arbeiten die Partner schon.

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