Huawei: Unmittelbare 3G-Mobilfunkanbindung per Dongle

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Damit mobile Computerbesitzer künftig ohne großes Nachdenken oder Aufwand direkt von unterwegs online gehen können, haben die Chinesen einen kleinen USB-Stick fit für UMTS gemacht. Zielgruppe: Die Europäer.

Natürlich gibt es solche einsteckbaren 3G-Module für Notebooks schon seit Jahren auf den Markt. Doch in der Regel kommen sie vom Mobilfunk-Provider, kosten zünftige Monatsgebühren und sind in Installation und Inbetriebnahme nicht immer die einfachsten Produkte. Das soll das »Huawei HiLink E353« künftig ändern.

Nach der Sommerpause geht der Srick als erstes in der Türkei (!) an den Start und will Menschen ohne technisches Verständnis helfen, direkt nach dem Einstecken ins Internet zu finden. »Plug & Link« und »Instant Internet Access« nennen die Chinesen ganz griffig ihren Automatik-Dienst, der innerhalb von etwa 15 Sekunden das Notebook online bringen soll – sofern man nicht im Funkloch steckt. Auf Einwahl-Prozess, Treiber-Installation und manuelle Konfiguration wird schlicht verzichtet. Laut Huawei wolle man dem Kunden bewusst das Leben erleichtern. »Wir zielen darauf ab, die Produkte einfacher und optimal nutzbar zu machen«, betont Firmenpräsident Wu Shimin.

Das HiLink E353 unterstützt auch HSPA+-Netze und schaffe im Idealfall Download-Geschwindigkeiten von bis zu 21 Mbit/s. Möglich werde das durch etliche patentierte Technologien des Hauses, merkt Shimin stolz an. Leider verrät er nicht, was der mobile Online-Komfort den Notebook- und Netbook-Kunden kosten wird. Die Reihenfolge und Zeitpläne für die übrigen Länder Europas halten die Chinesen ebenfalls unter Verschluss.

Das Dongle gehört zu den westlichen Expansionsplänen des Hauses. Man will den abendländischen Markt mit Telekommunikationsangeboten und Geräten für sich gewinnen. Daher gab es neulich schon ein Upgrade des guten alten 2G-Netzes und die Ankündigung von Highend-Smartphone-Modellen.